Von der Innenstadt bis zum Hafen

Restart Culture Parade: Demo gegen Corona-Maßnahmen zieht durch Hamburg

  • Yannick Hanke
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Um gegen die Corona-Einschränkungen zu protestieren, plant die Kultur- und Eventbranche eine große Aktion: Lastwagen-Korso durch die Hamburger Innenstadt.

Hamburg – Retten, was zu retten ist – die Kulturbranche schlägt zurück! Zum Erhalt der Veranstaltungswirtschaft findet am Dienstag, 22. Juni 2021, ab 15:00 Uhr die Demonstration „Restart Culture Parade“ in Hamburg statt. Es ist die erste größere Musikparade im Rahmen der Coronavirus-Krise.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Gegründet:500 n. Chr.
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Restart Culture Parade: Demo in Hamburg als Protestaktion gegen Corona-Maßnahmen

Wie die dpa berichtet, gehen die Veranstalter davon aus, dass der Truck-Umzug im Rahmen der „Restart Culture Parade“ rund drei Stunden dauern wird. Laut der Hamburger Polizei werden bis zu 650 Teilnehmer erwartet. Der Lastwagen-Korso soll weithin hörbar sein und durch die Hamburger Innenstadt bis hin zum Hafen der Hansestadt führen. Startpunkt ist die Lange Reihe.

Restart Culture Parade: Am Dienstag, 22. Juni 2021, wird in Hamburg eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen veranstaltet. Es soll auf die prekäre Situation der Veranstaltungsbranche aufmerksam gemacht werden. (24hamburg.de-Montage)

Auf den Trucks dürfen nur Personen mitfahren, die sich vorab angemeldet haben und einen negativen Corona-Schnelltest vorweisen können. Sowohl vor als auch hinter den LKWs sollen die übrigen Demo-Teilnehmer in Hamburg mit einem Abstand von jeweils zwei Metern zueinander in 50er-Gruppen mitlaufen dürfen.

Night of Light 2021: Kulturbranche macht auf sich aufmerksam – Hamburg beteiligt sich mit „Restart Culture Parade“

Die „Restart Culture Parade“ ist eine der vielen Aktionen zur bundesweiten Protestaktion „Night of Light 2021“. Vergangenes Jahr hatte die Kulturbranche auf ihre prekäre Situation aufmerksam gemacht und deutschlandweit große Gebäude und Flächen in rotes Licht getaucht.

In der Hansestadt Hamburg waren beispielsweise hunderte rote LED-Lampen sowie Strahler auf der Reeperbahn installiert. Mit diesen konnten Gehwege, Klubs und Theater mit rotem Licht bestrahlt werden. Mit dabei war auch Panikrocker Udo Lindenberg, der vorab auf Instagram immer wieder auf die Relevanz einer ganzen Branche aufmerksam gemacht hatte.

Panikrocker Udo Lindenberg erhebt seine Stimme für Corona-geplagte Kulturbranche

Nicht zuletzt durch die „Restart Culture Parade“ will die Kulturbranche auf sich und ihre Forderungen aufmerksam machen. Die Initiatoren erhoffen sich einen zeitnahen Wiederbeginn des kulturellen Lebens, Hilfsleistungen durch die Bundesregierung bis 2022, Starthilfe für Unternehmen sowie Insolvenzschutz.

Forderungen und Hoffnungen, hinter denen auch Udo Lindenberg steht. Erst Ende Oktober 2020 hatte der Panikrocker die Entscheidungen der Regierung hinsichtlich finanzieller Unterstützung für die Kulturbranche massiv kritisiert. Bereits im September hatte Lindenberg zur Coronavirus-Demo in Berlin aufgerufen.

Auch hier war es das Ziel, auf die existenzbedrohende Situation der Veranstaltungsbranche aufmerksam zu machen. Rund neun Monate später zieht Hamburg nun also mit der „Restart Culture Parade“ nach. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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