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„Reine Schikane“: Polizei Hamburg für Vorgehen gegen Klima-Aktivisten kritisiert

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Von: Christian Einfeldt

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Die Hamburger Polizei stoppte am Sonntag, dem 8. Januar 2023, einen Bus auf dem Weg nach Lützerath. (Symbolbild) © IMAGO/Alexander Pohl

Auf dem Weg zur Protestaktion in Lützerath, Nordrhein-Westfalen: Hamburger Polizei stoppt Sonntag einen Bus mit 50 Demonstranten und Klima-Klebern.

Hamburg – Zuletzt haben Klima-Aktivisten eine Brücke und eine viel befahrene Hamburger Straße blockiert. Am Sonntag, 8. Januar 2023, hat sich die Polizei Hamburg ein weiteres Mal mit einer geplanten Klima-Aktion auseinandergesetzt. 50 Reisende und Sekundenkleber: Nach Berichten des NDR stoppte die Hamburger Polizei einen Protestbus nur unweit des Hamburger Hauptbahnhofes entfernt.

Initiiert wurde der Protestbus von der Autorin und Podcasterin Katja Diehl. Das Ziel: Lützerath in Nordrhein-Westfalen. Ein Ort, der imstande ist, der RWE-Kohle-Gewinnung weichen zu müssen – und aufgrund dessen aktuell Austragungsort anhaltender Proteste ist. Mit einer Verspätung von drei Stunden konnte der Bus aus Hamburg dann doch weiter in Richtung Nordrhein-Westfalen fahren. Kritik an dem polizeilichen Vorgehen kommt jetzt aus Kreisen der „Fridays for Future“-Bewegung.

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Hamburger Protestbus auf Weg nach Lützerath von Polizei gestoppt: „Menschen werden kriminalisiert“

Annika Rittmann, „Fridays for Future“-Aktivistin, bezeichnet den Hamburger Polizeieinsatz als „reine Schikane“. Im Gespräch mit dem NDR führte die Hamburgerin aus: „Damit werden Menschen kriminalisiert und vorverurteilt – obwohl sie nur zu einer angemeldeten Protestaktion fahren wollten.“

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Im Zuge der anberaumten Protestveranstaltung in Lützerath ist von einem Zusammenschluss mehrerer Protestbewegungen die Rede. Wie lange sie noch die Möglichkeit haben, zu protestieren, ist unklar. Seitens der Regierung Nordrhein-Westfalens wurde bereits in Aussicht gestellt, den Ort zeitnah räumen zu wollen. Die Aktivisten stemmen sich hingegen weiter gegen etwaige Pläne. Sie erklärten, den Ort wochenlang gegen eine Räumung verteidigen zu wollen.

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