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„Grindel leuchtet“: Hamburg erinnert an Opfer der Reichspogromnacht

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Von: Kevin Goonewardena

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Hamburger erinnern am 09. November 2022 an die Reichspogromnacht vor 84 Jahren. Zentraler Punkt des Gedenkens ist das Grindelviertel.

Hamburg – Zum 84. Jahrestag der Reichspogromnacht erinnern die Menschen in Hamburg am 9. November wieder an die ermordeten Juden in ihrer Stadt. Besonders im Grindelviertel in Rotherbaum, wo früher sehr viele Juden gelebt haben, wollen die Menschen wieder Kerzen an die Stolpersteine stellen, die vor den Häusern auf die ehemaligen jüdischen Bewohner hinweisen. Das Motto: „Grindel leuchtet“.

Name:Novemberprogrome 1938
Datum:09.- 10. November 1938
Anzahl zerstörter Geschäfte:rund 7000
Anzahl der getöteten Juden:91 (Quelle: Geheimbericht des Obersten Parteigerichts vom 13. Februar 1939)
Anzahl unmittelbar an den Folgen verstorbener Juden:etwa 1300 Personen (Q: Deutsches Historisches Museum)

Reichspogromnacht in Hamburg: 6386 Stolpersteine erinnern an Opfer des Holocaust

Seit 1995 erinnert der Kölner Künstler Gunter Demnig mit seinem Stolperstein-Projekt europaweit an Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft – seit 2002 auch in Hamburg. Mittlerweile gibt es 6386 Stolpersteine im gesamten Stadtgebiet.

Gedenken an die Reichsprogromnacht 1938
Gedenken an die Reichspogromnacht: Auch im Hamburger Grindelviertel wird den Novemberprognomen vor 84 Jahren gedacht © Marcus Brandt / dpa

9. November 2022: Zentrale Veranstaltung zum Gedenken an Reichspogromnacht in Hamburg

Die zentrale Veranstaltung der Jüdischen Gemeinde findet in diesem Jahr in der Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg statt. Bei einer Lesung stellt der Autor Achim Doerfer dort sein Buch „Irgendjemand musste die Täter ja bestrafen“ vor. Moderiert wird der Abend von Christoph Giesa, außerdem nehmen an dem Gespräch Eli Fel, 2. Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Hamburg, und der Antisemitismus-Beauftragte der Stadt Hamburg, Stefan Hensel, teil.

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9. November 1938: Auch Hamburger Synagoge in Reichspogromnacht zerstört

Am 9. November 1938 hatten die Nationalsozialisten Synagogen in ganz Deutschland angezündet. Auch in Hamburg wurden in der Reichspogromnacht etliche jüdische Einrichtungen zerstört, darunter die Bornplatz-Synagoge am Joseph-Carlebach-Platz in der Nähe der Universität. Das Bethaus war bis 1938 das Wahrzeichen jüdischen Lebens in der Hansestadt und soll nun wieder aufgebaut werden. (mit Material der DPA)

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