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Großrazzia in Norddeutschland: 360 Polizisten sprengen Menschenhändlerring

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Von: Elias Bartl

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Polizisten verlassen ein Gebäude am Ausschläger Weg in Hamburg.
Am Ausschläger Weg in Hamburg war die Bundespolizei im Einsatz und durchsuchte ein Objekt © Elias Bartl

Großrazzia in Norddeutschland und Ungarn: 360 Polizisten im Einsatz gegen organisierte Menschenhändler und Zwangsprostitution!

Hamburg – Um Punkt 10:00 Uhr am Montagmorgen, 1. November 2021, schlagen sie an 16 Orten zu: rund 360 Beamte der Bundespolizei und des LKA der Polizei Hamburg* sprengen einen Menschenhändlerring in Hamburg*, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Ungarn.

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Großrazzia in Norddeutschland und Ungarn: Polizei nimmt Menschenhändler fest

Konkret geht es um 16 Objekte in Lübeck, Norderstedt, Hamburg, Henstedt-Ulzburg und Hanstedt, bestätigt ein Sprecher der Bundespolizei* auf Anfrage von 24hamburg.de.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg werden die Objekte durchsucht und zwei Haftbefehle vollstreckt. Die Maßnahmen richten sich gegen mehrere Personen, die Menschen illegal nach Deutschland eingeschleust haben und zur sexuellen Ausbeutung verkauft haben sollen.

Ein Polizeibus steht am Ausschläger Weg
Mit dem XXL-Polizeibus rückte die Bundespolizei am Ausschläger Weg an © Elias Bartl

Im Zuge der Einsatzmaßnahmen wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt und Vermögenswerte im sechsstelligen Bereich gesichert. Bei den Durchsuchungsmaßnahmen konnten in den zur Ausübung der Prostitution genutzten Modellwohnungen außerdem 20 Prostituierte festgestellt werden, wovon neun Frauen im Verdacht stehen, sich ohne den erforderlichen Aufenthaltstitel in Deutschland aufzuhalten, schreibt die Bundespolizei in einer Pressemitteilung.

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Polizeieinsatz in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein: Ermittlungen dauern an

„Der Einsatzerfolg ist auch das Ergebnis der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Hamburg und dem LKA 65 im Rahmen der gemeinsamen Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg. Neben der Sicherstellung wertvoller Beweise für den Tatnachweis trug der Einsatz dazu bei, unerlaubt aufhältige Prostituierte zu identifizieren und deren sexuelle Ausbeutung durch die Beschuldigten zu unterbinden“, so der eingesetzte Polizeiführer der Bundespolizei, Polizeioberrat Marc Gellert. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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