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Razzia in Hamburg: Steuerfahnder schlagen in 18 Objekten zu

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Von: Anika Zuschke

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Bei Razzia in Hamburg, Berlin und Niedersachsen nehmen Steuerfahnder mehrere Männer fest. Schaden der Steuerhinterziehung wird auf zwei Millionen Euro beziffert.

Hamburg – Steuerfahnder schlagen in 18 Objekten in Hamburg, Berlin und Niedersachsen zu und nehmen im Zuge der Razzia vier Männer fest. Diese befinden sich nun in Untersuchungshaft, berichtet die Hamburger Morgenpost. Dem Bericht zufolge wurden bei den Durchsuchungen über 700.000 Euro und Gold- sowie Silbermünzen im Wert von über 30.000 Euro sowie zwei hochwertige Uhren sichergestellt. Mit Scheinfirmen und fingierten Rechnungen soll die Bande mindestens zwei Millionen Euro Umsatzsteuer hinterzogen haben.

Organisatorischer Teil der deutschen Landesfinanzbehörden:Steuerfahndung
Aufgaben:Aufdeckung und Ermittlung unbekannter Steuerfälle, Erforschung von Steuerstraftaten und Steuerordnungswidrigkeiten
Kurzbezeichnung:Steufa

Seit dem Jahr 2017 soll die 19-köpfige Personengruppe laut Mopo bereits am Werk sein. Dabei sollen acht von ihnen die Haupttäter der Steuerhinterziehung darstellen. In einem von der Staatsanwaltschaft Hamburg geführten Verfahren schlugen Fahnder am Dienstag, 19. Oktober 2021, gleichzeitig in elf Objekten in Hamburg, drei in Berlin und fünf in Niedersachsen zu. An dem Einsatz waren 120 Beamte beteiligt.

Razzia in Hamburg, Berlin und Niedersachsen: Schaden wird auf mindestens zwei Millionen Euro geschätzt

Die Bande der Hintermänner haben sich einem Sprecher der Finanzbehörde zufolge im Rahmen einer Dienstleistungskette in der Gerüstbaubranche ein Konstrukt mit diversen Scheinfirmen aufgebaut, berichtet Mopo. Dort wurden offenbar Scheinrechnungen über angeblich geleistete Arbeiten hin und her geschoben.

Steuerfahnder und Polizeibeamte durchsuchten mehrere Häuser und Wohnungen in Hamburg, Berlin und Niedersachsen.
Razzia in Hamburg: Steuerfahnder durchsuchen mehrere Häuser in Hamburg, Berlin und Niedersachsen. © Dennis Lloyd Brätsch/dpa

Diese Scheinrechnungen sollen der Finanzbehörde nach ausschließlich zum Zweck organisierter Hinterziehung von Umsatzsteuern eingesetzt worden sein. Der Schaden wird laut Mopo auf mindestens zwei Millionen Euro geschätzt – Vermutungen gehen aber von einer noch höheren Zahl aus.

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Der Finanzsenator von Hamburg, Andreas Dressel, äußerte gegenüber der Hamburger Morgenpost: „Unsere Steuerfahndung verfolgt Steuerstraftaten konsequent. Mein Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen für ihren erfolgreichen und länderübergreifenden Einsatz.“ * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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