Anklage wegen Volksverhetzung

Rassismus-Attacke: Frau greift Muslima an – bespuckt und gezerrt

  • Fabian Raddatz
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Prozess-Beginn nach Rassismus-Attacke in Hamburg: Eine Frau greift eine junge Muslima an, will ihr den Schleier vom Kopf zu reißen und bespuckt sie.

  • Eine 51-Jährige soll eine muslimische Frau in Hamburg angegriffen, rassistisch beleidigt und bespuckt haben.
  • Zudem soll die Angreiferin versucht haben, der Muslima den Schleier vom Kopf zu reißen.
  • Die 51-Jährige steht nun seit Dienstag, 9. Februar 2021, vor Gericht. Sie wird wegen Volksverhetzung angeklagt.

Hamburg – Eine Muslima wurde in Hamburg Opfer einer ekelhaften Rassismus-Attacke: Als sie am 21. November kurz vor 15 Uhr auf dem Glockengießerwall in Hamburg unterwegs war, wurde sie plötzlich von einer älteren Frau angegriffen. Die 51-Jährige schubste die 24-jährige muslimische Frau, brüllte sie an: „Islamisten-Schlampe“, heißt es in der Anklageschrift.

Stadt in Deutschland: Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Dann soll die Angreiferin die Muslima aufgefordert haben, ihren Gesichtsschleier abzulegen. Die 24-Jährige trug einen Niqab, eine Art langes Kopftuch, der nur die Augen frei lässt. Die 51-Jährige griff mehrmals nach der Niqab, versuchte ihm der Muslimin vom Kopf zu reißen, so der Vorwurf.

Rassismus-Attacke in Hamburg: Frau soll Muslimin bespuckt haben

Dann griffen zwei Polizisten ein, die den Vorfall bemerkt hatten. Wie die Staatsanwaltschaft schildert, beleidigte die Angeklagte auch die Beamten. Dann soll es eine weiter ekelhafte Attacke gegeben haben: Sie spuckte einen der Polizisten an, nannte ihn „Gaylord“. Auch die Muslimin wurde bespuckt.

Eine Muslima wurde in Hamburg brutal attackiert. Eine Frau soll versucht haben, ihr den Schleier vom Kopf zu reißen. (24hamburg.de-Montage)

Nun muss sich die 51-Jährige vor dem Amtsgericht St. Georg verantworten, dort ist am Dienstag, 9. Februar 2021, der Prozess gegen sie gestartet. Die Liste der Anklagepunkte ist lang: Körperverletzung, Volksverhetzung, Beleidigung und Nötigung.

Vor Gericht steht derzeit auch ein arbeitsloser Physiker aus Hamburg: Ihm wird vorgeworfen, seinen Nachbarn mit dem Auto getötet haben zu wollen. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Santi Palacios/dpa & pixabay & Daniel Bockwoldt/dpa

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