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Nach Invasion auf Sylt: Punks haben neues Ziel – sie wollen zum Hafengeburtstag

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Von: Bona Hyun

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Die Punks haben ihr Protestcamp auf Sylt geräumt. Einige steuern nun Hamburg als nächstes Ziel an. Sie wollen den Hafengeburtstag besuchen. 

Hamburg – Sie dachten nicht daran, zu gehen: Die Punks kamen, um zu bleiben und wollen Sylt gar nicht verlassen. Selbst Sicherheitsdienste gegen die Punks konnten ihnen nichts anhaben. Doch nun bestätigte ein Gericht: Die Punks müssen ihr Protestcamp räumen. Am Mittwoch, 14. September 2022, taten sie genau dies unter Aufsicht hunderter Polizisten und verließen ihre Lager in Westerland. Damit dürfte nach den Chaostagen auf Sylt auf der Insel nun mehr Ruhe und Frieden einkehren sein.

Für die Hansestadt Hamburg gilt das im Zusammenhang mit den Punks aus Sylt nicht, Denn einige der Sylt-Punks haben angekündigt, dass bereHamburg als ihr nächstes Ziel ist.

Name:\tSylt (dänisch Sild, friesisch Söl)
Kreis:\tNordfriesland
Fläche:\t99,14 km²
Bevölkerung:\trund 18.300

Von Sylt zum Hamburger Hafengeburtstag: Punks geben Hansestadt als nächstes Ziel bekannt

Die letzten Punks gingen am Mittwoch, 14. September 2022 um 11:15 Uhr, schreibt das Abendblatt. Mit einem Megafon hatte Sylts Bürgermeister Nikols Häckel die letzten „Gäste“ zum Gehen aufgefordert. Die Zeiten, wo Sylts Bürgermeister die Punksituation gelassen nahm, waren da längst vorbei. In den zurückliegenden Wochen wuchs der Widerstand gegen die Punks auf Sylt, die im Zuge des 9-Euro-Tickets die Insel für sich entdeckt und „erobert“ hatten. Vielen Syltern waren die Punks von Beginn an ein Dorn im Auge. Letztlich begleiteten nun Polizeibeamte die Punks zum Bahnhof in Westerland.

Punks auf Sylt gehen zu Fuß und die Hamburger Elbe, wo der Hafengeburtstag gefeiert wird
Die Punks haben ihr Camp auf Sylt geräumt – einige kündigten Hamburg als nächstes Ziel an. ©  Ulrich Perrey/Axel Heimken/dpa

Das Ordnungsamt spendierte den Punks sogar Gruppentickets für die Heimfahrt. Doch so wenig, wie einige von ihnen Sylt verlassen wollten, wollen sie jetzt auch nicht in ihr Heimat, sondern nach Hamburg: Wie der SHZ berichtet, wollen Teile der Sylt-Punks Hamburg besuchen. Und haben dort einen ganz speziellen Plan: Sie wollen in der Hansestadt auf den Hamburger Hafengeburtstag gehen und mit einem Stand auf ihre Themen aufmerksam machen. Sollten sie einen langen Aufenthalt in Hamburg geplant haben, könnten sie auch auf dem Hamburger Oktoberfest anzutreffen sein.

Punks müssen Protestcamp auf Sylt räumen – weil Gericht Verlängerung abgelehnt hat

Noch einmal zurück zur vorübergehenden „Heimat“ der Sylt-Punks: Eigentlich war die Genehmigung für das Protestcamp schon zum 31. August 2022 abgelaufen. Gerichtlich wurde eine Verlängerung abgelehnt. Grund für die Ablehnung seien laut Abendblatt die schlechten sanitären Zustände und Lärmbelästigung gewesen. Vorm Abschied der Punks von der Insel nahm Punk „Nimbus“ die Gelegenheit wahr, um letzte Wort loszuwerden. SUV-Fahrer, so „Nimbus“, würden auf der Insel doch viel mehr Schmutz produzieren, als urinierende Punks. „Viel Erfolg, viel Glück, bis bald“, sagte er laut Hamburger Abendblatt zum Schluss vor 2000 Schaulustigen. Deutet das auf eine baldige Rückkehr der Punks hin?

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Sylter Bürgermeister Häckel will Rückkehr der Punks 2023 vermeiden

Das will Bürgermeister Häckel weitestgehend verhindern. „Wir werden anders vorbereitet sein und als Kommune schauen, dass wir alle Freiflächen im Auge haben“, sagte er dem Abendblatt. Die Gemeinde werde ein Konzept erarbeiten, um Flächen auf Sylt nicht frei nutzbar werden. Sie hätten nicht damit gerechnet, dass die Flächen so „intensiv“ genutzt werden. Zudem sollen weitere rechtliche Grundlagen geschaffen werden.

Auch andere Politiker hatten zuvor bekräftigt, eine Punk-Invasion auf Sylt 2023 verhindern zu wollen. Für viele Sylter, die unter dem Andrang der Punks litten, sind die Punks ohnehin unerwünscht. Man habe nichts gegen Demonstrationen, doch dieses Recht sollte nicht missbraucht werden. Das habe auch nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, sagte eine Sylteri Anwohnerin dem Abendblatt. Mal sehen, wie die Hamburger reagieren, wenn die Punks die Hansestadt im Rahmen des Hafengeburtstags in Beschlag nehmen.

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