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Prozess um Schmuggel von drei Tonnen Kokain in Hamburg fortgesetzt

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Die zehn Angeklagten sollen mehr als drei Tonnen Kokain im Wert von rund 300 Millionen Euro nach Hamburg geschmuggelt haben.

Hamburg – Der Mammutprozess um den mutmaßlichen Schmuggel von mehr als drei Tonnen Kokain wurde am Hamburger Landgericht fortgesetzt. Zehn Männer im Alter zwischen 27 und 59 Jahren sollen laut Staatsanwaltschaft 14 Lieferungen des nach Hamburg verschifften Rauschgifts in Empfang genommen haben. Der Straßenverkaufswert der insgesamt 3,35 Tonnen Kokain aus Südamerika wurde auf rund 300 Millionen Euro geschätzt.

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Prozess vor dem Hamburger Landgericht: Zehn Männer wegen Drogenschmuggel angeklagt

Kokain
Vom Zoll sichergestelltes Kokain auf der Spitze eines Taschenmessers. © Marcus Brandt/dpa/Symbolbild

Zwei der zehn Männer wurden bereits wegen Beihilfe verurteilt, gegen einen Angeklagten musste das Verfahren aufgrund eines Corona-Falls abgetrennt werden, so ein Gerichtssprecher. Am Dienstag, 6. September, standen deshalb nur noch sieben Angeklagte vor dem Landgericht, die sich unter anderem wegen Beihilfe und bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln verantworten mussten.

Die Staatsanwaltschaft forderte Gefängnisstrafen von vier bis zwölfeinhalb Jahren. Im Zentrum des Bandennetzwerkes steht nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein 40 Jahre alter Mann, der sich durch die unerlaubte Nutzung eines ihm bekannten Passwortes Zugang zum logistischen Transportsystem im Hamburger Hafen verschaffen und so die Containerabfertigungsprozesse manipulieren konnte.

Kokain im Wert von 300 Millionen Euro: Prozess in Hamburg wird fortgesetzt

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Die Spur zur Drogenbande führte über die in Frankreich entschlüsselten Chatverläufe Tausender Nutzer sogenannter Kryptohandys des Kommunikationsdienstleisters Encrochat im Frühjahr 2020. Auf Grundlage der Daten konnten Polizei und Zoll nach fast einem Jahr Ermittlungsarbeit 15 Tatverdächtige verhaften. Die Beamten durchsuchten damals 38 Wohnungen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen. (DPA)

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