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Sklavin misshandelt? Prozess gegen IS-Rückkehrerin in Hamburg

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Von: Elias Bartl

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Am Oberlandesgericht in Hamburg startet am Donnerstag gegen eine IS-Rückkehrerin. Der Mutter wird Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen.

Hamburg – Am Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg beginnt am Donnerstag, 19. Mai 2022 ein Prozess gegen eine mutmaßliche IS-Rückkehrerin aus Bremen. Die Bundesanwaltschaft wirft der 34-jährigen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland, Beihilfe zum Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.

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Prozess gegen IS-Rückkehrerin in Hamburg: Hat sie Sklaven misshandelt?

Ein Sicherheitsmitarbeiter der Justiz in einem Gerichtssaal.
Ein Sicherheitsmitarbeiter der Justiz in einem Gerichtssaal. (Symbolfoto) © Daniel Bockwoldt/DPA

Die Mutter zweier Kinder aus Hamburg soll Mitglied in der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gewesen sein, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Laut Anklage folgte die Deutsche 2014 ihrem Bruder nach Syrien und schloss sich dem IS an. Gemeinsam mit ihrem ersten Mann habe sie Bestrafungsaktionen besucht, zum Beispiel Steinigungen.

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Beihilfe zum Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Nach dem Tod ihres Mannes sei sie Zweitfrau eines anderen IS-Mitglieds geworden und habe danach einen dritten Mann geheiratet. Das Paar habe eine jesidische Sklavin gehalten. Die Angeklagte habe die 26-Jährige mehrfach misshandelt. Außerdem habe sie sich daran beteiligt, die Jesidin an der Flucht zu hindern. Damit habe sie der sexuellen Ausbeutung der Sklavin durch ihren Ehemann Vorschub geleistet. (DPA)

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