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Polizei stoppt Koks-Taxi in der Schanze – Fahrer hat nicht nur Kokain dabei

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Von: Jakob Koch

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In Hamburg hat die Polizei ein Koks-Taxi aus dem Verkehr gezogen. Zwei Männer wurden in der Schanze gefasst – die Beamten fanden nicht nur Kokain.

Hamburg – Der Bereich nördlich des Karoviertels in Hamburg ist immer wieder Gegenstand von Drogen-Einsätzen der Polizei. Gerade im Bereich der dunklen Lagerstraße nahe der Messehallen fühlen sich Dealer und Konsumenten vermeintlich sicher. Doch ein nächtlicher Erfolg der Fahnder des Polizeikommissariats 16 (PK 16) der Polizei Hamburg zeigt: Die Ordnungshüter sind auch dort sehr präsent – genau wie auch an anderen Stellen der Stadt: Erst kürzlich hatte die Polizei Hamburg ein Koks-Taxi mit fünf Kilo Kokain in Bahrenfeld hochgenommen. Bei dem aktuellen Einsatz in der Nacht zum Samstag, 22. Oktober 2022, wurden nun zwei Männer gefasst.

Stadt:Hamburg
Stadtteil:Sternschanze
Tatort:Lagerstraße/Sternstraße
Tatzeit:22.10.2022, 01.16 Uhr

Polizeieinsatz in Hamburg: Beamte stoppen Koks-Taxi in der Sternschanze

Konkret hatten die Beamten in der Lagerstraße bzw. Sternstraße das verdächtige Auto zunächst beobachtet. „Der Smart-Fahrer fiel den Beamten auf, weil ein zunächst am Straßenrand wartender Mann zu ihm ins Auto stieg und es bereits nach wenigen Metern Fahrt wieder verließ“, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Beamten machten kurzen Prozess und kontrollierten sowohl den vermeintlichen Kunden (38) sowie den Fahrer des Koks-Taxis (25). Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs und des Fahrers fanden die Beamten insgesamt zwölf Briefchen Kokain, knapp 1000 Euro mutmaßliches Dealgeld sowie verschreibungspflichtige Potenzmittel.

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Bei der Kontrolle eines Fahrzeugs wurde die Polizei Hamburg fündig.
Bei der Kontrolle eines Fahrzeugs wurde die Polizei Hamburg fündig: Kokain. (Symbolfoto) © Blaulicht News und photothek / Imago

Koks-Taxi von der Polizei Hamburg gestoppt – Rauschgiftkäufer wieder auf freiem Fuß

Die ersten Ermittlungen haben die Beamten des Kriminaldauerdienstes (LKA 26) übernommen. Bereits bekannt ist, dass der mutmaßliche Rauschgiftkäufer vor Ort mangels Haftgründen von der Polizei entlassen wurde. Der mutmaßlichen Drogendealer wurde nach erkennungsdienstlicher Behandlung einem Haftrichter zugeführt.

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Erst kürzlich wurden die Betreiber von Koks-Taxis zu langen Haftstrafen verurteilt. Der Hauptangeklagte, ein 26-Jähriger, kaufte nach Überzeugung der Strafkammer zwischen April 2020 und Februar 2022 wöchentlich ein Kilo Kokain ein, portionierte es in sogenannten Tränen und organisierte die Fahrten der Koks-Taxis per WhatsApp. Sein Gewinn lag in Millionenhöhe. Der Richter wandte sich in seinem Urteil gegen eine Verharmlosung des Drogenhandels und sprach mit Blick auf die Taten von einem „Abgrund an Rauschgiftkriminalität“.

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