Neue Erkenntnisse

Hamburg-Neuallermöhe: Frau tot im Keller gefunden – Drogen-Exzess?

  • Jens Kiffmeier
    vonJens Kiffmeier
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Dieser Fall schockiert Hamburg: Eine 20-Jährige wird tot im Keller aufgefunden. Die Polizei hat schnell einen Tatverdächtigen. Mord war es allerdings nicht.

  • Am Sonntag, 10. Januar 2021, wird die Leiche einer 20-Jährigen in Hamburg-Neuallermöhe entdeckt.
  • Polizei nimmt am kurz danach einen Tatverdächtigen fest.
  • Nun zeigen rechtsmedizinische Untersuchungen: Die Schülerin starb an Drogen.

Update vom Mittwoch, 3. Februar 2021, 8.14 Uhr: Hamburg – Nun steht es fest: Die leblos aufgefundene 20-jährige Hamburgerin soll an einem tödlichen Drogen-Mix gestorben sein: Schmerztabletten und Mittel gegen Entzugserscheinungen. Das stellten Rechtsmediziner fest. Demnach hatte die Drogen-Kombi einen Atemstillstand ausgelöst. Der von der Polizei Festgenommene soll weiter in Haft bleiben. Seine Rolle beim Tod der Schülerin ist noch nicht abschließend geklärt.

Update vom Dienstag, 28. Januar 2021, 8.47 Uhr: Hamburg – Neue Bewegung in einem schockierenden Fall: Eine 20-jährige Frau wird in Hamburg-Neuallermöhe tot im Keller eines Reihenhauses aufgefunden. Nun wurde die Leiche der Schülerin untersucht. Rechtsmediziner fanden Hinweise auf eine tödliche Drogen-Dosis: Metadict und Tramadol, beides starke Opdiode. Gegen den festgenommenen Tatverdächtigen wird weiter ermittelt. Hat er der Schülerin die Drogen gegeben? Sogar gewaltsam verabreicht? Der aktuelle Tatvorwurf lautet „Abgabe von Betäubungsmittel mit Todesfolge“. Der Totschlag-Vorwurf ist vom Tisch.

Update vom Dienstag, 19. Dezember 2021, 10.24 Uhr: Hamburg – Kehrtwende im Fall der toten 20-Jährigen aus Hamburg-Neuallermöhe: Offenbar wackelt der Tatvorwurf gegen den festgenommenen Tatverdächtigen. Den Ermittlern lägen neue Erkenntnisse vor, teilte die Hamburger Polizei laut einem Bericht der Deutschen Presseagentur (dpa) mit. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen werde geprüft, ob der Vorwurf des vollendeten Totschlags aufrechterhalten werden könnte, sagte demnach eine Polizeisprecherin.

Der Fall hatte zuletzt für viel Aufsehen gesorgt. Wie auf 24hamburg.de berichtet, war die junge Frau vor einer Woche leblos im Keller eines Mehrfamilienhauses gefunden worden. Die Polizei hatte wenig später einen 26-Jährigen als Verdächtigen festgenommen, der zuvor die Rettungskräfte alarmiert und dann beim Eintreffen der Einsatzkräfte die Flucht ergriffen hatte. Gegen den Mann hatte die Staatsanwaltschaft Haftbefehl erlassen.

Bislang hatte der Tatverdächtige zu den erhobenen Vorwürfen geschwiegen. Welche Details nun neu ans Tageslicht gekommen sind, darüber wollte die Polizeisprecherin noch keine Auskunft geben. Zunächst müssten Staatsanwaltschaft und Richter das Ergebnis bewerten. Ende der Woche gebe es dann Klarheit, hieß es.

Tote Frau in Neuallermöhe: Tatverdächtiger sitzt jetzt in Haft

Erstmeldung vom Donnerstag, 12. Januar 2021, 11.37 Uhr: Hamburg – Nach der Tötung einer 20-Jährigen in Hamburg-Neuallermöhe laufen die Ermittlungen weiter auf Hochtouren. Nachdem die Polizei am Sonntagnachmittag einen Tatverdächtigen festgenommen hatte, erließ ein Richter mittlerweile einen Haftbefehl gegen den 26-Jährigen, wie die Hamburger Polizei dem Nachrichtenportal 24hamburg.de am Dienstag mitteilte. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Staatsanwaltschaft. Da es sich um ein laufendes Verfahren handele, werde man zu weiteren Details keine Auskunft geben, hieß es.

Hamburger Stadtteil im Bezirk Bergedorf:Neuallermöhe
Fläche: 4,2 km²
Bevölkerung:23.479 (Stand: 31. Dez. 2019)
Vorwahl:040

Der Fall hatte am vergangenen Wochenende, an dem die Polizei ungewöhnlich oft wegen verschiedener Bluttaten alarmiert worden war, für viel Aufsehen gesorgt. Wie Blaulicht-News.de berichtet hatte, war am Sonntagnachmittag in einem Fahrradkeller eines Mehrfamilienhauses eine Leiche entdeckt worden. Dabei handelte es sich um eine 20 Jahre alte Schülerin.

Obduktion stellt fest: Es lag ein Fremdverschulden vor

Ein junger Mann hatte die Rettungskräfte alarmiert und gesagt, im Keller liege eine „verletzte Person“. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte führte er sie in den Keller. Dort konnten die Retter aber nur noch den Tod der Frau feststellen. Sie riefen deshalb die Polizei an – weswegen der 26-Jährige plötzlich die Flucht ergriff. Die Beamten leiteten aber umgehend eine Fahndung ein und fanden den Mann in Tatortnähe wieder. Er hatte sich hinter einem Carport versteckt.

Intensive Spurensuche: Nach der Tötung einer 20-Jährigen in Neuallermöhe übernahm die Mordkommission die Ermittlungen. (24hamburg.de-Montage)

Die Polizei nahm ihn wegen eines dringenden Tatverdachts fest. Seit dem sitzt er hinter Gittern. Nach einem Bericht der Hamburger Morgenpost (mopo) soll er zuvor bereits wegen Drogen- und Diebstahlsdelikten in Erscheinung getreten sein. Ein zweiter Mann, der ebenfalls am Sonntag von den Beamten verhaftet worden war, befindet sich indes schon wieder auf freiem Fuß. Eine Tatbeteiligung ließ sich nach Polizeiangaben ausschließen.

Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch unklar. Dies sei Gegenstand der weiteren Ermittlungen, zu denen „wir uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern werden“, sagte der Polizeisprecher 24hamburg.de. Bereits am Sonntag hatte die Mordkommission eine umfangreiche Spurensuche durchgeführt. Eine Obduktion der Frauenleiche wurde bei der Staatsanwaltschaft ebenfalls schon abgeschlossen. „Es gebe eindeutige Hinweise auf ein Fremdverschulden“, sagte eine Sprecherin der mopo. Demnach könnte die 20-Jährige möglicherweise erstickt worden sein. Geprüft wird nun, ob und wie der Tatverdächtige zu der getöteten Frau in Beziehung stand. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Blaulicht-News.de

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