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„Verbrechen in Hamburg lohnt sich“ – Staatsanwaltschaft lässt Serienräuber frei!

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Von: Sebastian Peters

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Bio-Markt an der Fruchtallee überfallen. Polizei vor Ort.
Die Polizei sucht sofort im Umfeld nach dem Täter. © Sebastian Peters

Der „Bio-Räuber“ aus Eimsbüttel hat mehrmals bewaffnet, Läden der Tjadens-Biomärkte überfallen. Das MEK konnte den Mann stellen. Die Justiz lässt ihn wieder frei!

Hamburg – Das MEK lag auf der Lauer. Konnte so einen mutmaßlich schweren Raub in letzter Sekunde verhindern. Aber die Justiz in Hamburg sieht kein Haftgrund und setzt den Biomarkt-Räuber, der bereits öfter bewaffnet Läden überfiel, wieder auf freien Fuß. Das Hamburger Abendblatt erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Hamburger Justiz.

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Polizei in Hamburg: Hamburger Zeitung erhebt schwere Vorwürfe gegen Hamburger Staatsanwaltschaft

In einem Artikel, der am Montag, 13. Juni 2022, erschien, stellt das Abendblatt die Vermutung auf, dass der Serienräuber aufgrund fehlender Ressourcen innerhalb der Justiz wieder freigelassen wurde. In einer offiziellen Stellungnahme der Staatsanwaltschaft entgegnete Liddy Oechterin, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg dem Abendblatt: „Die Voraussetzungen für die Beantragung eines Haftbefehls liegen aus Sicht der Staatsanwaltschaft nicht vor.“

Überfall auf den Biomarkt in Eppendorf. Polizei fahndet nach dem Täter.
Sechsmal hatte der Tatverdächtige in Hamburg-Eppendorf Biomärkte überfallen. © Elias Bartl

Gegenüber des Abendblattes äußert sich auch der Landesvorsitzende des Bund Deutscher Kriminalbeamter Herr Reinecke. Er sagte, dass es ein Skandal sei und die monatelange Arbeit der Ermittler zunichtemachen würde. Das MEK, eine Sondereinheit, die schwerste Straftaten verhindern soll, konnte in letzter Sekunden mutmaßlich den achten Überfall des Serienräubers verhindern.

Serienräuber aus Eimsbüttel: Mann auf „frischer Tat“ ertappt – Staatsanwaltschaft lässt Räuber wieder frei

Er wurde nämlich mit Schreckschusswaffe, Maske und unter Alkoholeinfluss im Blut vor einem Geschäft der Biomarktkette überwältigt. Man sollte annehmen, dass diese Beweislast für einen Haftbefehl reichen würde. Immerhin war der Mann bewaffnet, hatte eine Maske dabei und war bereits zuvor im Fokus der Ermittlungen.

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Allerdings sieht die Staatsanwaltschaft das anders. Der 43-jährige mutmaßliche Serienräuber wird wieder auf freien Fuß gesetzt. Diese Maßnahme der Staatsanwaltschaft trifft auch bei der Deutschen Polizeigewerkschaft auf kein Verständnis. Gegenüber des Hamburger Abendblattes spricht Thomas Junger, Landeschef, von einem „fatalen Signal“.

Herr Junger weiter: „Schon allein der Umstand, dass ein dringend Tatverdächtiger nach so einer Überfallserie auf freiem Fuß bleibt, ist ein Unding und ein Signal, dass sich Verbrechen in Hamburg lohnt. Wenn sich bestätigt, dass hier wie auch immer geartete Engpässe im Bereich der Justiz bei der Entscheidung über einen Haftbefehl eine Rolle gespielt haben, ist das ein unhaltbarer Zustand.“

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