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Traditionsunternehmen schließt Standort auf der Mönckebergstraße

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Von: Kevin Goonewardena

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Die 140 Jahre alte Modekette „Appelrath-Cüpper“ hat Probleme. Zum Jahresende wird der Standort an der Mönckebergstraße in Hamburg geschlossen.

Hamburg – Zuerst waren es die Einkaufszentren auf der grünen Wiese, die dafür sorgten, dass die Kaufkraft aus den Innenstädten abgezogen wurde. Mit dem Durchbruch des Onlinehandels kam anschließend eine viel einschneidendere Veränderung für den Einzelhandel hinzu – die sich nicht mehr umkehren lässt.

Nach der Schließung der Filialen von Karstadt Sport am Beginn der Spitalerstraße und dem Aus der C&A-Filiale in der Mönckebergstraße nach 109 Jahren, macht nun auch der Standort der Modekette Appelrath-Cüpper in der Haupteinkaufsstraße der Innenstadt dicht. Zuvor hatte die insolvenzbedingte Aufgabe des Galerie-Warenhauses in derselben Straße und des Erweiterungsbaus der Karstadt-Filiale in der Mönckebergstraße (Thalia Haus) für Schlagzeilen gesorgt.

Damenmodengeschäft in Hamburg:Appelrath-Cüpper
Serviceoptionen:Einkaufen im Geschäft, Abholung im Geschäft
Adresse:Mönckebergstraße 15, 20095 Hamburg
Telefon:040 3280990

Appelrath-Cüpper schließt zum Jahresende auf der Mönckebergstraße in Hamburg

Wie unter anderen die Hamburger Morgenpost berichtet, soll zum Jahresende der Hamburger Standort des Bekleidungsspezialisten schließen. Zu den Gründen machte weder das Unternehmen noch die Geschäftsführung des Mö-Standortes bisher Angaben. Der Unmut über die Schließung soll nach Zeitungsangaben unter den etwa 50 Beschäftigten von Appelrath-Cüpper in der Hamburger Innenstadt groß sein.

Aus nach 140 Jahren: Appelrath-Cüpper schließt zum Jahresende – auch auf der Mönckebergstraße in Hamburg.
Aus nach 140 Jahren: Appelrath-Cüpper schließt zum Jahresende – auch auf der Mönckebergstraße in Hamburg. (Archivfoto) © HANNO BODE via www.imago-images.de

Appelrath-Cüpper: Erst 2020 vor der Insolvenz gerettet – nun steht die Filiale in Hamburg wieder vor dem Aus

Offenbar konnten die Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht aufgefangen werden, obwohl das Unternehmen mit dem österreichischen Geschäftsmann Peter Graf erst 2020 einen neuen Besitzer bekam. Graf hatte Appelrath-Cüpper während der Corona-Pandemie erworben, nachdem das Unternehmen – bedingt durch mehrere Lockdowns – Insolvenz anmelden musste.

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Daraufhin konnte der Fortbestand der 16 deutschlandweiten Häuser der 140 Jahre alten Traditionskette zunächst gesichert werden. Auch in dem Appelrath-Cüpper-Kaufhaus in Hamburg, das seit 18 Jahren besteht, ging es vorerst weiter. Damit wird zum Jahresende jedoch Schluss sein.

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