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„Planten un Lumen“: Lichtkunst lässt Japanischen Garten erstrahlen

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Von: Steffen Maas

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Lichtkünstler sorgen im Japanischen Garten von „Planten un Blomen“ am Wochenende für besonderes Atmosphäre. Ausstellung lädt zum Durchatmen ein.

Hamburg – Nicht nur die jüngst wieder eröffnete Eislaufbahn lockt Besucher in die Parkanlage „Planten un Blomen“, an diesem Wochenende gibt es dort auch verschiedene Facetten der Lichtkunst zu bestaunen: Im Japanischen Garten stellen die Hamburger Künstlerinnen Lichtloch (Eva Blomeyer) und Sasha Gold Installationen und Arrangements rund um Licht- und Schattenspiele aus. Für die diesjährige Erstausgabe dieser „Planten un Lumen“ genannten Ausstellung in Hamburg holten sie sich das Kölner Künster-Duo „Stulle & Peter“ ins Boot.

Veranstaltung:Planten un Lumen
Ort:Planten un Blomen, Marseiller Straße, 20355 Hamburg
Datum:3. bis 6. November 2022
Öffnungszeiten:täglich 17 bis 20 Uhr

„Planten un Lumen“: Parkanlage in Hamburg erscheint in neuem Licht

„‘Planten un Lumen‘ lädt ein, der Hektik der Stadt zu entfliehen und den Park auf neue Weise zu entdecken – Altbekanntes erscheint in neuem Licht“, werben die Hamburgerinnen für ein kunstvolles Durchatmen mitten in der Hansestadt. Der Ort der Ausstellung ist daher kein Zufall: „Der kulissenreiche Japanische Garten ist schon als Ort der Ruhe und stillen Betrachtung angelegt und wurde gezielt gewählt.“ Vier Installationen finden zwischen Bäumen und Sträuchern ihren Platz und verbinden sich dort mit der Umgebung.

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Doch nicht nur, um die Kunst ins rechte Licht zu rücken, ist die Parkanlage gut geeignet. Auch die künstlerische Barrierefreiheit spielt eine Rolle: Den Lichtkünstlerinnen sei wichtig gewesen, dass „die Installationen im öffentlichen Raum gezeigt werden und für alle zugänglich sind.“ „Planten un Blomen“ hakt in der Hinsicht einige Punkte ab: zentral gelegen, (kosten)frei zugänglich und von unterschiedlichen Menschen jeglichen Alters besucht.

„Planten un Lumen“ soll jährlich stattfinden – dieses Jahr mit Gästen aus Köln

Nachdem Eva Blomeyer in Eigeninitiative im Herbst 2021 noch eine Einzelausstellung organisiert hatte, hat sie sich für die Zukunft mit Sasha Gold zusammengeschlossen, um „Planten un Lumen“ zu einer jährlich stattfindenden Veranstaltung zu machen. In diesem Jahr unterstützt sie dabei das Künstlerkollektiv „Stulle & Peter“ aus Köln.

Lichtkunst im Planten un Blomen in Hamburg Lumen
Ungewohntes Lichtspektakel im Planten un Blomen: Im Japanischen Garten stellen an diesem Wochenende Lichtkünstler ihre Installationen unter dem Motto „Planten un Lumen“ aus. (24hamburg.de-Montage) © Daniel Bockwoldt/dpa

Das Duo, bestehend aus Magnus Wabner und Jochen Burger, beschäftigt sich als Licht- und Videokünstler mit der Beziehung zwischen Licht und Dunkelheit im urbanen Raum. Um diese Beziehung künstlerisch auszukundschaften, verwenden sie bei ihren Videoprojektionen oder Lichtinstallationen unterschiedliche Licht- und Materialquellen. „Ihre Werke bewegen sich dabei auf der Schwelle zwischen Digital Arts, bildender Kunst und Fotografie“, heißt es in der Pressemitteilung.

Ausstellung im „Planten un Blomen“: Lichtspektakel mitten in der Energiekrise?

Auch Lichtloch steht für den kreativen Einsatz von Licht und verschiedenen Materialien. Als Inspirationsquelle bezeichnet die Hamburgerin ihre „große Faszination an geometrischen Mustern und Gebilden“, die sich in all ihren Werken wiederfindet. Das Markenzeichen von Sasha Gold ist der Einsatz verschiedener Fundstücke, besonders von Spiegel-Bruchstücken. Ihre Skulpturen transformieren „als überflüssig erklärte Gegenstände“ zusammen mit Spiegelglas zu völlig neuen Erzählungen.

So finden Sie die Ausstellung im „Planten un Blomen“

Bei manchen wird die Lichtausstellung in „Planten un Blomen“ zunächst für hochgezogene Augenbrauen sorgen, kommt sie doch inmitten einer Energiekrise, die auch die Stadt Hamburg zu weitreichenden Sparmaßnahmen gezwungen hat. Ganz konkret ging es dabei auch um „Planten un Blomen“: Die beliebten Wasserlichtkonzerte etwa wurden in diesem Jahr frühzeitig eingestellt, um Strom zu sparen. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur unterstrich die Stadtverwaltung jedoch bereits: „Bei der Ausstellung werde besonderer Wert auf einen geringen Energieverbrauch gelegt.“

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