Invasion der Nagetiere

Planten un Blomen in Hamburg: Kampf mit einem Rattenproblem

  • Tomasz Gralla
    VonTomasz Gralla
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Immer mehr Ratten schwirren durch den Hamburger Park Planten un Blomen. Bezirksamt ist sich der Plage bewusst und weiß, warum so viele Nager ihr Unwesen treiben.

Hamburg – Der beliebte Park Planten un Blomen im Hamburger Stadtteil St. Pauli hat ein Rattenproblem. Vor allem nachts schwärmen die Nagetiere aus ihren Verstecken und suchen nach Nahrung. Sowohl Einwohnern als auch dem Bezirksamt ist das Problem nicht entgangen. Doch was wird dagegen unternommen?

Park:Planten un Blomen
Größe:47 Hektar
Angelegt:1821
Gründer:Johann Georg Christian Lehmann

Planten un Blomen: Rattenplage in Hamburg

Auf den Wiesen, in den Beeten und sogar auf den Spielplätzen im Planten un Blomen wurden sie von Parkbesuchern ausgemacht: Ratten. Kein schöner Anblick, der leider in letzter Zeit immer häufiger zu beobachten ist.

Das zuständige Bezirksamt Mitte ist sich laut der Mopo der unansehnlichen Ratteninvasion bewusst und hat reagiert. Auch das Institut für Hygiene und Umwelt ist bereits informiert und kontrolliert regelmäßig die Parkanlage auf Ratten. Anfang Oktober würden zudem Gehölze gerodet, um weitere Kontrollen zu gewährleisten und der Plage Herr zu werden.

Woher kommt die Rattenplage in Hamburg?

Die Rattenproblematik ist nicht nur auf den Park Planten un Blomen begrenzt, auch andere Parks in Hamburg wie zum Beispiel der Stadtpark haben mit einem vermehrten Rattenaufkommen zu kämpfen. Das liegt laut Institut für Hygiene und Umwelt in den Essensresten, die Menschen in den Parks hinterlassen.

Ungewöhnlich viele Ratten machen sich im Hamburger Park Planten un Blomen breit. (Symbolbild)

„Das liegt daran, dass immer mehr Menschen in die Parks gehen, um zu essen und dann ihre noch halb vollen Lebensmittelbehälter einfach liegenlassen“, so die Institut-Sprecherin Sorina Weiland gegenüber der Mopo. Das Bezirksamt appelliert deswegen an alle Parkbesucher, ihren Müllen zu entsorgen oder sogar wieder mitzunehmen und im Büro oder zu Hause wegzuwerfen.

Hängt die Rattenplage in Hamburg mit Corona zusammen?

Bereits vor einem Jahr wurde beobachtet, dass sich ungewöhnlich viele Ratten in Hamburg ausgebreitet haben. Damals wurden die Nagetiere vermehrt auch in Wohngebieten gesichtet. Durch Corona und den damit einhergehenden Lockdown, so Experten, seien die Ratten immer weiter in bewohnte Gebiete ausgeschert.

Schädlingsbekämpfer Thorsten Krause mutmaßt gegenüber dem Hamburger Abendblatt, dass das vermeintliche Rattenproblem auf die veränderte Wahrnehmung der Menschen zurückzuführen sei. Da die Menschen nun im Homeoffice arbeiten würden und ihre Gärten mehr im Blick hätten, würden ihnen Ratten mehr auffallen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Rubriklistenbild: © Alex Hannam/imago

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