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„Pimmelgate“ setzt sich fort: Guerilla-Plakate hängen teils nur kurze Zeit

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Von: Anika Zuschke

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„Pimmelgate“ um Andy Grote geht in die nächste Runde: Teil der skandalösen Debatte sind dieses Mal Plakate an Hamburger Bahnhöfen unter dem Titel „Der Pimmel“.

Hamburg – Es scheint, als hätte das sogenannte „Pimmelgate“ noch lange kein Ende gefunden. Begonnen hat es mit einem Kommentar auf Twitter – nun schmücken mehrere Plakate mit Andy Grotes Gesicht unter dem Titel „Der Pimmel“ in Spiegel-Layout Bahnhöfe in der Hamburger Innenstadt. Teilweise wurden diese bereits wieder entfernt. Hinter der Guerilla-Werbeaktion steckt die Gruppe „Dies Irae“.

Politiker:Andy Grote
Geboren:14. Juni 1968 (Alter: 53 Jahre) in Dissen am Teutoburger Wald
Partei:Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Amt:Mitglied des Bundesrates der Bundesrepublik Deutschland seit 2016

Der Shitstorm des „Pimmelgates“ rund um SPD-Politiker und Hamburger Innensenator Andy Grote hat bereits solch hohe Wellen geschlagen, dass die „Washington Post“ schon über das Thema berichtet hat. Der Senat steht geschlossen hinter dem Politiker, doch Einsätze der Polizei summieren sich. Auch die Rote Flora in Hamburg wurde mit einem großen Plakat bereits zum Schauplatz der skandalösen Debatte.

„Pimmelgate“ in Hamburg: Neue Plakate von der Gruppe „Dies Irae“ wurden in der Stadt aufgehängt

Nun läutete ab Mittwoch, 27. Oktober 2021 eine Künstlergruppe die nächste Runde ein: Satirische Plakate zierten unter anderem den Hauptbahnhof und den S-Bahnhof Veddel, wobei das Plakat an letzterem am Donnerstagnachmittag schon nicht mehr vorzufinden war.

Das Guerilla-Plakat sieht auf den ersten Blick aus wie eine neue Ausgabe des „Spiegels“, mit Grote auf dem Cover. Bei näherem Hinsehen stellt sich jedoch heraus, dass „Der Spiegel“ mit den Begriffen „Der Pimmel“ ausgetauscht wurde, die Zeile „Mensch Andy, sei doch nicht so steif!“ gibt finalen Aufschluss darüber, dass es sich hierbei nicht um tatsächliche Werbung für den „Spiegel“ handeln kann.

Ein Guerilla-Plakat von Andy Grote ist am Bahnhof Veddel in Hamburg zu sehen.
„Pimmelgate“ geht in die nächste Runde – mit Guerilla-Plakaten in „Spiegel“-Layout. © Screenshot Twitter @nervtjeden (Dies Irae)

Guerilla-Werbeplakate mit Gesicht von Andy Grote überdecken Zigarettenwerbungen

Der Sprecher der Gruppe „Dies Irae“ (deutsch: „Tage des Zorns“), welche für die Werbeplakate verantwortlich sind, äußerte sich folgendermaßen zu der Aktion: „Innensenator Andy Grote setzt seine Polizeibeamten darauf an, Kritik an seiner eigenen Person mit unverhältnismäßigen Strafverfolgungsmaßnahmen abzuwenden“, so Tobias laut Hamburger Morgenpost.

Mopo zufolge hoffe er, dass sich „Opfer von krassen Beleidigungen und Morddrohungen nicht mehr von der Polizei mit einem ‚Da können wir leider nichts machen‘ abwimmeln lassen.“ Eigenen Angaben zufolge öffnete die Gruppe die Werbekästen mit einem Steckschlüssel und hängte die „nicht autorisierten Plakate“ über Zigarettenwerbungen. Sachschaden sei bei der Aktion jedoch nicht entstanden.

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Neue Plakate zum „Pimmelgate“ von Andy Grote wurden teilweise bereits wieder entfernt

Die betroffenen Werbeunternehmen reagierten entsprechend auf die in sozialen Netzwerken verbreitete Aktion: „Wir haben diese Aktion auf Social Media frühzeitig wahrgenommen und entsprechend direkt Kontrollen unserer Flächen eingeleitet“, erklärt eine WallDecaux-Sprecherin auf Anfrage der Hamburger Morgenpost. Das entspräche dem üblichen Vorgehen bei sogenannten „Adbusting-Aktionen“.

In der Sternschanze seien laut Mopo bereits zwei „gekaperte“ Werbeboxen entdeckt worden, diese habe WallDecaux entfernen lassen. Auch darüber hinaus plane das Unternehmen weitere Kontrollen im Stadtgebiet. Informationen von 24hamburg.de zufolge wurde das Andy Grote-Plakat auch an der S-Bahn-Station Veddel bereits entfernt. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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