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Peter Tschentscher prophezeit Lockdown für Ungeimpfte – in ganz Deutschland

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Von: Kevin Goonewardena

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Hamburgs erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat nun die bundesweite Einführung des 2G-Modells gefordert. Der Stadtstaat hatte die Regelung als Erstes eingeführt.

Hamburg – Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Peter Tschentscher (SPD), hat sich in einem Interview in der Sendung „heute Journal“ des ZDF für eine bundesweit flächendeckende Anwendung des sogenannten 2G-Modells ausgesprochen. Diese Regelung gilt ab sofort schon in Deutschlands Nachbarland Österreich.

Das Modell, dass die politisch Verantwortlichen in Hamburg zuerst einführten, ermöglicht für (Doppel-)Geimpfte und vom Coronavirus Genesenen, wieder freien Zugang zu beispielsweise Kultur- und Sportveranstaltungen. Eine Maske muss dann nicht mehr getragen, auf Konzerten kann wieder getanzt werden. Die Kontaktdaten werden allerdings weiter aufgenommen.

Name:Peter Tschentscher
Geburtsdatum und -ort:Geboren am 20. Januar 1966 in Bremen
In der SPD seit:1989
Erster Bütrgermeister von Hamburg seit:2018, wiedergewählt 2020
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher und die 2G-Regel auf einem Schild
Die 2G-Regel gilt in Hamburg schon seit August. Jetzt fordert der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher die bundesweite Einführung der Regelung. (24hamburg.de-Montage) © Chris Emil Janßen/Christian Ohde/imago

Lockdown für Ungeimpfte? Tschentscher fordert 2G-Regel für ganz Deutschland – „ohne Impfung geht es nicht“

Wir haben in Hamburg im August schon die 2G-Regel eingeführt (...) Das muss jetzt in ganz Deutschland umgesetzt werden.

Peter Tschentscher (SPD)

Doch nicht das 2G-Modell selbst ist Tschentscher ein Anliegen, sondern die Corona-Impfung, für die eines der Gs steht. In vielen Bundesländern gebe es eine zu geringe Impfquote, durch die Einführung des 2G-Modells soll sich genau das ändern. Dabei, so stellte die taz am 7. November in einem Kommentar fest, habe die Einführung dieses Modells und der damit verbundene erhöhte Druck auf Ungeimpfte eben nicht zu signifikant mehr Geimpften geführt. Auch die Abschaffung der kostenlosen Schnelltests – ehemals eine Maßnahme zur Pandemiebekämpfung beziehungsweise -kontrolle, nun ebenfalls unter anderem deswegen abgeschafft worden, um den Druck auf Ungeimpfte sich impfen zu lassen zu erhöhen, kritisiert das Blatt.

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Das politische Oberhaupt Hamburgs will dennoch an der 2G-Regelung festhalten. Im „heute journal“ sagte er weiter, man könne „diese Pandemie nicht immer aus der Sicht der Ungeimpften beurteilen.“ Schließlich habe der Großteil der Bevölkerung sich bereits geimpft und der habe auch Rechte. Dementsprechend sei für Peter Tschentscher klar, dass es ohne Impfung „nicht geht – und dass es auch für die Ungeimpften schwer wird jetzt in den nächsten Monaten, am öffentlichen Leben teilzunehmen“.

Er hätte auch sagen können: Das all jenen, die sich nicht impfen lassen, ein Lockdown droht. Denn nichts anderes bedeutet es, wenn es heißt, dass es schwer wird „am öffentlichen Leben teilzunehmen.“ Nur ist der Begriff „Lockdown“ nicht populär – was er natürlich sowieso nie war. Nur Ende 2021 ist ein Lockdown eben bedeutend schwerer zu vermitteln, als es Sanktionen gegen Ungeimpfte sind. 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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