Handy-Sheriff

Falschparker melden: Per App zur Anzeige – in Hamburg immer beliebter

  • Sebastian Peters
    VonSebastian Peters
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Falschparker melden geht heutzutage auch per App. In Hamburg wird diese Form der Anzeige zunehmend beliebter. Der steht dazu im neuen Bußgeldkatalog.

Hamburg – „Ich wollte nur kurz…“ das Hören verärgerte Fahrradfahrer, Fußgänger oder andere Verkehrsteilnehmer immer häufiger in Hamburg. Und jetzt wird es immer einfacher, diesen an den Kragen zu gehen! Und: Die Zahlen der selbst ernannten Ordnungshüter schnellt jetzt schon nach oben. Mit der Hilfe sogenannter „Falschparker-Apps“ wie zum Beispiel Wegeheld.de oder weg.li ist das Melden von Ordnungswidrigkeiten besonders einfach und schnell geworden.

Falschparker melden: Per Smartphone-App zur Ordnungswidrigkeit

Früher (und auch heute noch) war es zwar auch möglich, eigenständig Falschparker zu melden – dies war allerdings deutlich umständlicher. Die Zahlen der Hamburger Verkehrsbehörde sprechen nun eine klare Sprache, was aus einer Anfrage des Hamburger Abendblattes hervorgeht: Mit der Hilfe der „Falschparker-Apps“ werden im Handumdrehen hinter einer benutzerfreundlichen Oberfläche Anzeige-Mails verfasst und abgeschickt – und so kommen Jahr für Jahr mehr Meldungen rein.

Jahr 201722.800 E-Mails
Jahr 201956.500 E-Mails
Jahr 202066.200 E-Mails

Die meisten Verkehrsverstöße fallen dabei auf Falschparker, die auf Geh- und Radwegen, in Feuerwehrzufahrten oder in zweiter Reihe parken. Ob die meisten Verstöße durch Fahrradfahrer, Fußgänger oder Autofahrer gemeldet werden, ist nicht aus der Statistik zu erkennen.

Mit einem Handy kann jeder zum Ordnungshüter werden. (Symbolfoto)

Die Landeskasse freut sich jedenfalls über diesen neuen Petz-Trend. Immerhin spült das Hamburg rund 20.000 € in die Kasse, allein für dieses Jahr! Doch bald kann es den Falschparker noch mehr kosten. Nur der Bundesrat muss dem neuen Bußgeldkatalog noch zustimmen, damit dieser gültig wird.

Die neue Summe für das Parken auf Rad- und Gehwegen beispielsweise, kann sich auf bis zu 110 Euro und einen Punkt in Flensburg belaufen! Aktuell kosten dieser Verstoß „nur“ 35 Euro. Aber Autofahrer müssen nicht jeden „Handy-Sheriff“ fürchten. Es wird nicht jede E-Mail automatisch zur Ordnungswidrigkeit. Jede einzelne Zusendung wird geprüft, ob tatsächlich ein Verstoß vorliegt. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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