Fürs Paulihaus

Lokal-Räumung: Chefin in Schock – „als wäre man Terrorist“

Das Restaurants Maharaja wird am Dienstag für das geplante und umstrittene Paulihaus geräumt. Sicherheitskräfte überwachen auf St. Pauli die Räumung.
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Schwer gerüstete Sicherheitsarbeiter überwachen am Dienstag die Räumung des Restaurants Maharaja auf St. Pauli. Besitzerin Kathrin Gutmann (rechts) findet die Art und Weise überzogen. (24hamburg.de-Collage)  
  • Fabian Raddatz
    vonFabian Raddatz
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Maskierte Muskel-Männer überwachen am Dienstag die Räumung des Restaurants Maharaja. Das Lokal soll Platz machen für das neue Paulihaus.

Hamburg-St. Pauli – Das indische Restaurant Maharaja an der Hamburger Rindermarkthalle wird geräumt: Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes überwachen am Dienstag, 30. März 2021, die Schlüsselübergabe – schwer gepanzert mit Gesichtsmasken, Helmen und Brustrüstung. Mit vor Ort: Restaurantbetreiberin Kathrin Gutmann.

„Das ist natürlich ein schrecklicher, ein tragischer Moment“, sagt sie am Dienstag nach der Übergabe. Sie stehe etwas unter Schock. „So richtig begreifen werde ich das wohl erst, wenn ich ins schwarze Loch falle“. Die martialisch mit Gesichtsmasken und Schutzkleidung auftretenden Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes findet sie überzogen. „Da wird man hier behandelt als wäre man ein Terrorist, mit vermummten Security-Leuten.“

Nach langem Rechtsstreit fand die Übergabe der Räumlichkeiten am Dienstagmorgen in Anwesenheit von Nachbarn und Unterstützern der Initiative „St. Pauli Code Jetzt!“ statt. Das Maharaja muss Platz für das Neubauprojekt Paulihaus machen, das im Viertel umstritten ist. Die Immobilie gehört der Stadt. Zur Übergabe hatte der Vermieter einen privaten Sicherheitsdienst mitgebracht. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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