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Patienten im UKE in Gefahr? Notaufnahme überlastet – Pflegekräfte schlagen Alarm

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Von: Kevin Goonewardena

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Immer wieder kritisieren Angestellte die Zustände im Universitätsklinikum Eppendorf. Nun schlagen die Pflegekräfte der Notfallambulanz Alarm. Worum es geht.

Hamburg – Immer wieder kommen katastrophale Zustände, die im Universitätsklinikum Eppendorf herrschen, ans Licht. Nun schlägt das Pflegepersonal der Notfallambulanz Alarm. Bereits vor einigen Monaten hatten sich die Pflegekräfte der Intensivstation an die Leitung des Krankenhauses gewandt und schlimme Zustände in Hamburgs größtem und wichtigsten Krankenhaus beklagt - auch damals mit einem Brandbrief. Im Sommer wurden zudem die unzureichende Versorgung mit Blutkonserven durch die Bediensteten kritisiert. Nun der erneute Brandbrief, der dem NDR vorliegt.

Name:Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Adresse:Martinistraße 52, 20251 Hamburg
Mitarbeiter:14.100
Betten gesamt:1738

UKE: Patienten Belästigungen ausgeliefert

In dem Brief schildern die Pflegekräfte katastrophale Zustände. Schon seit Wochen sei die Notaufnahme meistens überfüllt, die Patienten müssten in den Fluren darauf warten, dass sie an die Reihe kommen. Nur: Auch da gebe es oft kaum noch Platz. Außerdem seien sie dort möglichen Belästigungen und Pöbeleien durch betrunkene Patienten und Patientinnen ausgeliefert.

Die zentrale Notaufnahme vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.
Chaos im UKE: Sind die Patienten in der überlasteten Notaufnahme in Gefahr? © Hanno Bode/imago

UKE: Flucht und Rettungswege versperrt

Oft könnten neu eintreffende Patienten nicht versorgt werden, da man alle Hände voll zu tun habe, sich um die zu kümmern, die bereist aufgenommen wurden. Doch auch das klappe nicht unbedingt, so schildern es die Mitarbeiter in dem Brief. Oft würden die Signale der Monitore, die anzeigen, wenn sich der Zustand einer Person verschlechtert habe, nicht gehört. Wege, sogar Flucht- und Rettungswege seien zudem teilweise versperrt und so gar nicht oder nur schlecht nutzbar.

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UKE: Schnelle Maßnahmen gefordert

Die Verantwortlichen müssten, so die Forderungen in dem Brief, umgehend reagieren und für Entlastung sorgen. Vorgeschlagen wurde dazu ein besseres Patienten-Management und die vorzeitige Abmeldung der Notaufnahme von der Notfallversorgung bei Engpässen. Das UKE räumte eine gegenwärtige hohe Auslastung der Notfallambulanz ein und gab an, bereits nach Lösungen zu suchen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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