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Paloma-Viertel: Neues Herz von St. Pauli nimmt letzte Hürde

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Von: Kevin Goonewardena

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Seit acht Jahren liegt das Gelände der ehemaligen Esso-Häuser auf St. Pauli brach. Jetzt kann es endlich losgehen. Was St. Pauli mit dem Paloma-Viertel erwartet.

Hamburg – Fast zehn Jahre liegt das Areal der ehemaligen Esso-Häuser an der Reeperbahn im Hamburger Stadtteil St. Pauli brach. Versteckt hinter einer meterhohen Bretterwand, die wiederum behangen mit Werbung ist. Auf der Premium-Fläche standen bis 2014 zwei 60er-Jahre Plattenbauten und die berühmte Esso-Tankstelle, von der sich der Name der Häuser ableitete.

Die 24-Stunden-Tankstelle genoss auch bundesweite Bekanntheit – begründet und befeuert durch zahlreiche Spiegel-TV Reportagen, ähnlich wie der bei der Filiale des Penny auf dem Kiez. Eigentlich sollte auf dem Gelände längst das Paloma-Viertel entstanden sein.

Name:Paloma-Viertel
Größe:61, Hektar
Nutzung:Mischnutzung (Wohnen, Gastronomie, Einzelhandel, Kultur)
Standort:Spielbudenplatz, Hamburg-St. Pauli

Paloma-Viertel auf dem Kiez: Mehr als 200 Wohnungen sollen unweit der Reeperbahn entstehen

200 Wohnungen, davon mehr als die Hälfte gefördert, ein Themenhotel, ein Paulaner-Brauhaus und weitere Gastronomie und Kultureinrichtungen sind Bestandteil der Pläne. Etwa der Club Molotow, der einst in den Esso-Häusern beheimatet ans Ende der Reeperbahn zog, aber an den alten Standort zurückkehren soll. Der Abriss 2014 wurde von den schwersten Straßenschlachten die Hamburg zu dem Zeitpunkt seit Kahren erlebt hatte, begleitet. Doch die Pläne liegen seit nunmehr mittlerweile acht Jahren auf Eis – bis jetzt.

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Visualisierung des Paloma-Quartiers
So soll es einmal aussehen: Das Paloma-Viertel am Standort der alten Esso-Häuser und der legendären Tanke am Spielbudenplatz an der Reeperbahn. © blaetterch / Bayerische Hausbau

Paloma-Viertel: Projekt hat letzte behördliche Hürde genommen – wann geht‘s auf St. Pauli los?

Es scheint, als käme nun Bewegung in die Sache. Denn wie jetzt bekannt wurde, wurde für das Mega-Projekt in Hamburg eine letzte offizielle Hürde unternommen. Der Bezirksamtsleiter des Bezirks Hamburg-Mitte, Ralf Neubauer (SPD), hat den Bebauungsplan für die Fläche „St. Pauli 45“ jetzt unterschrieben. Von behördlicher Seite steht dem Projekt jetzt also nichts mehr im Weg. „Mit dem Paloma-Viertel entsteht im Herzen St. Paulis ein vom Stadtteil mit entwickeltes und daher auch breit getragenes neues Quartier“, so Neubauer zu dem Bauvorhaben.

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Paloma-Viertel auf St. Pauli: Baustart in Hamburg nahe der Reeperbahn noch in diesem Jahr?

Dem Baustart steht nun nichts mehr im Wege, kommt er etwa noch dieses Jahr? So schnell wird es in Hamburg dann doch nicht gehen. Jetzt, wo der Bebauungsplan steht und keine politischen Hürden mehr genommen werden müssen, spielt die SPD den Ball dem Entwickler des Geländes, der Bayerischen Hausbau zu. Deren Stadtentwicklungsexperte Tobias Piekatz äußerte sich im Hamburger Abendblatt zu den Erwartungen an das Unternehmen wie folgt „Der Bebauungsplan steht und jetzt warten wir darauf, dass die Bayerische Hausbau möglichst zügig ihre Bauanträge einreicht, damit dann der dringend benötigte Wohnungsbau mitten auf dem Kiez umgesetzt werden kann.“

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