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Teufels-Pille „Oxycodon“: Warum das Medikament für Jugendliche so gefährlich ist

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Von: Sebastian Peters

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Das Medikament Oxycodon ist eigentlich verschreibungspflichtig
Das Medikament Oxycodon ist eigentlich verschreibungspflichtig © Blaulicht-News.de & Imago/AMP

Wird das Medikament Oxycodon missbräuchlich verwendet, kann es für den Konsumenten sogar tödlich enden. In Hamburg kamen mehrere junge Menschen ins Krankenhaus.

Hamburg – Zwei Drogenexzesse in Hamburg sorgten in den letzten Tagen deutschlandweit für Schlagzeilen. Am Dienstag, 23. August 2022, starb ein 22-jähriger Mann in einem Hotelzimmer auf der Reeperbahn. Ein Mädchen (13) und ein Mann (21) schwebten nach der Drogenparty im Hotelzimmer 716 in Lebensgefahr. Zwei Tage später ist es wieder zu einer Drogen-Orgie gekommen. Diesmal nicht auf der Reeperbahn, sondern in Hamburg-Langenhorn. Direkt neben einer Grundschule wurde am Donnerstagmorgen, 25. August 2022, drei Jugendliche angetroffen.

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Was ist Oxycodon?

Oxycodon ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, was unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Das Medikament wird bei starken Schmerzen verschrieben. Überdosiert führen Oxycodon-Tabletten zunächst zur Bewusstlosigkeit und wenig später zum Atemstillstand. Der Körper wird atemdepressiv. Besonders gefährlich wird es, wenn die Konsumenten zusätzlich noch Alkohol getrunken haben oder währenddessen trinken. Starke Wechselwirkungen des Medikamentes sind die Folge. Eine Situation, die ohne Weiteres lebensgefährlich werden kann.

Oxycodon in Deutschland: Mann (22) tot, Mädchen (13) in Lebensgefahr, Mädchen (14) bewusstlos, zwei 17-Jährige bewusstlos

Der Fall in Hamburg-Langenhorn betraf zwei 17-jährige Jugendliche und ein 14-jähriges Mädchen. Alle drei waren nicht ansprechbar. Einer der 17-jährige Jugendliche musste vor Ort wiederbelebt werden. Selbst auf der Fahrt ins Krankenhaus musste die Reanimation fortgeführt werden. Lebensgefahr! Aber die gute Nachricht: drei Jugendlichen aus Langenhorn sind inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr. Einer von denen konnte das Krankenhaus auch bereits wieder verlassen. Auch die drei Überlebende nach dem Drogenexzess im Vier-Sterne-Hotel auf der Reeperbahn sind außer Lebensgefahr.

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Ermittlungen in beiden Fällen laufen. Auch das Obduktionsergebnis des 22-jährigen Mannes von der Reeperbahn steht noch aus. Allerdings wurde im Hotelzimmer neben weißen Pulver (mutmaßlich Kokain) und Marihuana auch verschreibungspflichtige Medikamente gefunden. Auch in Langenhorn wurden verschreibungspflichtige Medikamente sichergestellt. Oxycodon.

Oxycodon in Hamburg: Wie gefährlich ist das Medikament?

Oxycodon ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, was unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Das Medikament wird bei starken Schmerzen verschrieben. Überdosiert führen Oxycodon-Tabletten zunächst zur Bewusstlosigkeit und wenig später zum Atemstillstand. Der Körper wird atemdepressiv. Besonders gefährlich wird es, wenn die Konsumenten zusätzlich noch Alkohol getrunken haben oder währenddessen trinken. Starke Wechselwirkungen des Medikamentes sind die Folge. Eine Situation, die ohne Weiteres lebensgefährlich werden kann.

Woher die scheinbare Oxycodon-Welle kommt, ist noch nicht bekannt. Ebenfalls ist noch nicht abschließend geklärt, ob dieses Medikament tatsächlich auch für den Tod des 22-jährigen Mannes auf der Reeperbahn verantwortlich ist. 24hamburg.de weiß aber aus zuverlässiger Quellen, dass beim Einsatz in Langenhorn Oxycodon sichergestellt wurde. Herkunft unklar.

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