Solidarität durch Ottifantenkunst

Otto Waalkes malt Coronavirus-Bilder für Hamburger Kiez-Clubs

  • Laura-Marie Löwen
    vonLaura-Marie Löwen
    schließen

Komiker Otto Waalkes will der Hamburger Kulturzene während der Coronavirus-Krise unter die Arme greifen. Denn als waschechter Hanseat und Künstler liegen ihm Hamburgs Clubs am Herzen.

  • Komiker Otto Waalkes will Hamburgs Kulturszene in der Coronavirus-Krise helfen.
  • Daher spendet er Bilder zugunsten der Coronavirus-Aktion „Keiner kommt, alle machen mit“.
  • Aus seiner Wohnung in Hamburg-Blankenese unterhält Otto seine Fans mit lustigen Facebook-Videos.

Hamburg – Ein Otto Waalkes kennt und liebt den Norden - ja, in gewisser Weise ist der Komiker wohl sogar ein Sinnbild für die norddeutsche Kultur. Schon seit Jahrzehnten sind der gebürtige Ostfriese und die Hamburger Kulturszene eine enge Symbiose eingegangen - schließlich gab Otto Waalkes in der Hansestadt seinen ersten Bühnenauftritt, lebte mit Stars wie Udo Lindenberg zusammen und spielte sich mit seiner Gitarre durch sämtliche Hamburger Clubs. Da mag es ihn besonders stark treffen, mit ansehen zu müssen, wie Kulturschaffende und Künstler in Hamburg derzeit aufgrund der Coronavirus-Krise von ihrer Existenz bedroht sind. Doch zum Glück gehen einem Otto Waalkes ja nie die Ideen aus - und so hat der Hanseat auch in diesem Fall einen zündenden Einfall.

Otto Waalkes: Bilder malen gegen Coronavirus-Krise? Hamburger Clubs freuen sich

Wer Otto Waalkes kennt, weiß: Der Komiker spart nicht mit Wortspielen und Witzen. Seine albern-humoristische Art lässt sich auch in seinen berüchtigten Ottifanten-Bildern wiederfinden. Eine ernste Seite zeigt er eher selten von sich. Aber er zeigt: Humor und Kunst als Antwort auf ernste Themen können funktionieren. So begegnet Otto Waalkes nämlich auch der aktuellen Coronavirus-Krise: Er zeichnet Ottifanten-Bilder.

Otto Waalkes malt Bilder, um den Clubs auf dem Hamburger Kiez durch die Coronavirus-Krise zu helfen (24hamburg.de-Montage)

Die will er nämlich im Rahmen der Aktion „Keiner kommt, alle machen mit“ zugunsten der Hamburger Kulturszene spenden. Otto-Fans können die Bilder dann kaufen und somit ihre Lieblingsclubs während der Coronavirus-Sars-CoV-2-Pandemie finanziell unterstützen. Zwar hat die Hamburger Kulturbehörde bereits ein Rettungspaket für die Kulturszene abgesondert, doch Molotow, Große Freiheit und Co. müssen weiterhin schwierige Zeiten durchstehen.

„Wer einen besonderen Otto an der Wand hängen haben möchte, hat jetzt eine tolle Gelegenheit dazu“, sagt der Hamburger Unternehmer Lars Meier gegenüber dem Hamburger Abendblatt - er hat die Aktion „Keiner kommt, alle machen mit“ ins Leben gerufen. An diesem Donnerstag kann man das Kunstwerk in der Größe 29,7cm x 42cm für 357 Euro kaufen - 33 Bilder sind es an der Zahl, die zum Verkauf rausgehen. Otto Waalkes selbst hat die Bilder eigenhändig signiert und versieht jedes Kunstwerk mit einer persönlichen Widmung. Die Initiatoren erhoffen sich eine Spende von knapp 10.000 Euro, die der Rettung der Hamburger Kulturszene für die Rettung der Hamburger Kultur zugute kommen.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Heute haben wir noch etwas ganz Besonderes für euch 🙌 @ottoause unterstützt unsere Aktion „Keiner kommt, alle machen mit“ mit einem einzigartigen Kunstwerk 😊 Für 357 Euro inkl. Mwst. verkaufen wir nun Kopien davon in 29,7 cm x 42 cm. Das Ganze ist begrenzt auf 33 Kunstwerke, so dass wir uns eine Spende von knapp 10.000 Euro für die Rettung der Hamburger Kultur erhoffen. Für Firmen ist die Mehrwertsteuer absetzbar. Die Besonderheit: Otto Waalkes wird jedes einzelne Bild signieren und mit einer persönlichen Widmung versehen 😮 Ihr habt also die Möglichkeit, euch ein Unikat in die Wohnung zu holen 👏 Falls ihr Interesse habt, schreibt eine Mail an: ➡️✉️info@menschhamburg.de Die ersten 33 Emails bekommen nach Zahlungseingang das Bild. 👍 #KEINERKOMMT #kkamm #kulturtrotztcorona #Hamburg #Festival #Kultur #stayhome #flattenthecurve #wirbleibenzuhause #Otto #kunst #art #artwork #exklusiv

Ein Beitrag geteilt von MenscHHamburg e.V. (@menschhamburg) am

„Keiner kommt, alle machen mit“ – das Coronavirus-Festival in Hamburg, das niemals stattfindet

Keiner kommt, alle machen mit“ ist ein fiktives Festival, das am 12. Mai (nicht) stattfinden wird. Das Line-up wirbt mit Künstlern wie Abba, Billie Eilish, Nirvana oder Ed Sheeran, die allesamt (nicht) auftreten werden. Tickets stehen für 22 Euro zum Verkauf, der Erlös fließt direkt in die Hamburger Kulturszene.

„Die Hamburger Kulturszene ist besonders hart betroffen von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Wir möchten jetzt Zusammenhalt beweisen und mithelfen, die Hamburger Kultur und ihre Vielfalt zu erhalten. Verrückte Zeiten brauchen verrückte Ideen, um die Krise erträglicher zu machen und daher bewerben wir ein Festival, das es nicht gibt, mit Künstlern die nicht kommen, um Spenden zu sammeln mit Kreativität und Humor“ erklärt Lars Meier.

Otto Waalkes während der Coronavirus-Krise: Er singt fleißig Lieder für seine Fans

Otto Waalkes selbst verbringt die Quarantäne in seiner Wohnung in Hamburg-Blankenese. Seiner Kreativität scheint die Coronavirus-Krise zumindest keinen Abbruch zu tun. Das zeigt er nicht nur mit den Bildern, die er malt, sondern auch mit musikalischen Einlagen - die teilt der Komiker nämlich fleißig auf Facebook. Natürlich mit einer großen Portion an Otto-Humor, so wie man ihn kennt. Damit verkürzt er seinen Fans wohl sicherlich auch die Wartezeit auf seine Tour im Jahr 2021.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/Daniel Bockwoldt/dpa/picture alliance

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare