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Oscarverleihung 2022: Hamburgerin verpasst das Rennen – die Nominierten

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Von: Kevin Goonewardena

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Für die 94. Oscarverleihung im März wurden heute die Nominierten bekannt gegeben. Darunter: Spielberg und Cumberbatch. Eine Hamburger Hoffnung hat es nicht geschafft.

Los Angeles/Hamburg – Am 27. März 2022 werden sich nicht nur die deutschen Filmfans die Nacht um die Ohren schlagen, wenn es wieder heißt „ ... the Oscar goes to“. Denn dann findet wie jedes Jahr traditionell im März und bereits zum 94. Mal insgesamt die Oscarverleihung in Los Angeles, statt.

2018 konnte sich der deutsch-türkische Filmemacher Fatih Akin* berechtigte Hoffnungen auf den Oscar, offiziell Academy Awards, für den besten fremdsprachigen Film machen, denn schließlich wurde der Thriller „Aus dem Nichts“, dessen Drehorte unter anderem auf St. Pauli in der Nähe der Landungsbrücken liegen, schon zuvor bei den Golden Globes 2018 in gleicher Kategorie ausgezeichnet. Der in Hamburg-Altona aufgewachsene und noch heute wohnhafte Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Fatih Akin kam allerdings bei der Oscarverleihung nicht unter die letzten fünf Nominierten.* Letztes Jahr gewann die begehrte Auszeichnung, die auch Auslands-Oscar genannt wird, der Däne Thomas Winterberg für seinen Film Der Rausch mit Mads Mikkelsen in der Hauptrolle. Mikkelsen wird im Frühjahr für einige Drehtage in Hamburg zu Gast sein.

Auch wenn bei der Oscarverleihung 2022 keine Hamburger Filmschaffenden nominiert sind, können sich doch Filme mit Bezug zu Hamburg Hoffnungen auf eine Auszeichnung mit der begehrten Filmtrophäe machen..

Name:Academy Awards
Ausrichter:Academy of Motion Picture Arts and Sciences
Erstmals verliehen:16. Mai 1929
Meiste Oscar-Auszeichnungen eines Deutschen4, André Previn (jeweils Beste Filmmusik)

Deutscher Beitrag „Ich bin ein Mensch“ auf der Shortlist der Oscarverleihung 2022

Chancen für eine Nominierung als bester fremdsprachiger Film bei den Oscars 2022 wurden vor allem „Ich bin ein Mensch“ der aus Hannover* stammenden Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautor Maria Schrader eingeräumt. In „Ich bin ein Mensch“ geht es um die Liebe zwischen der Wissenschaftlerin Alma, gespielt von der Hamburger Schauspielerin Maren Eggert, und die auf ihre Person und ihre Bedürfnisse zugeschnittene künstliche Intelligenz (KI) Tom. Um Gelder für ihr eigenes Forschungsprojekt zu bekommen, willigt Alma ein an einer Studie teilzunehmen in deren Rahmen sie drei Wochen mit Tom zusammen leben muss. „Ich bin ein Mensch“ wurde im Dezember 2021 auf eine Shortlist von 15 Filmen gesetzt, schaffte es, wie Akins Aus dem Nichts 2018, allerdings nicht unter die letzten fünf nominierten Oscar-Filme.

Ich bin ein Mensch: Hamburger Schauspieler Maren Eggert für Hauptrolle ausgezeichnet

Maren Eggert wurde für ihre Rolle der Alma unter anderem 2021 mit dem Preis für die beste Schauspielerin auf der Berlinale und Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Das Berliner Filmfestival Berlinale* startet am Donnerstag, 10. Februar und läuft bis Sonntag, den 20. Februar 2022. Eggert, die mit ihrem Schauspielkollegen Peter Jordan verheiratet ist, hatte zuvor unter anderem am Hamburger Thalia Theater und an der Seite von Axel Milberg* alias Klaus Borowski im vom Norddeutschen Rundfunk produzierten Tatort aus Kiel gespielt.

Filmfest Hamburg: Diese Filme waren im Rennen um Oscar-Nominierungen - Dänen Film mit Doppel-Chance

Der Beitrag Die Hand Gottes, der auf dem letztjährigen Filmfest Hamburg lief hat es hingegen auf die Shortlist in der Oscar-Kategorie Bester fremdsprachiger Film für die Oscarverleihung 2022 geschafft. Wohingegen die anderen auf dem Filmfest Hamburg gezeigten Werke, denen Chancen auf eine Nominierung eingeräumt wurden, leer ausgingen. Dabei handelte es sich um die Filme Hive, Playground und Große Freiheit. Dafür hat es mit dem dänischen Beitrag „Flee“ ein Film zu gleich zwei Oscar-Nominierungen gebracht, der mit dem durch unter anderem das Filmfest Hamburg ins Leben gerufenen European University Film Award 2021 ausgezeichnet wurde. Flee kann sich bei der Oscarverleihung 2022 Hoffnungen auf die Auszeichnungen als Bester animierter Film und Bester fremdsprachiger Film, machen.

Letztmalig ging 2007 der Oscar für den besten fremdsprachigen Film nach Deutschland. Damals wurde „Das Leben der Anderen“ von Florian Henckel von Donnersmarck bei der Oscarverleihung ausgezeichnet.

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Oscarverleihung 2022: Das sind die Nominierten

Regie-Altmeister Steven Spielberg hat Dank seiner Nominierung für West Side Story bei der Oscarverleihung 2022 Chancen seinen vierten Oscar mit nach Hause zu nehmen. Spielberg konkurriert dabei unter anderem mit Paul Thomas Anderson und Kenneth Branagh. In den Schauspielerkategorien gehen unter anderem Will Smith, Javier Bardem, Nicole Kidman, Kirsten Dunst und Sherlock-Star Benedict Cumberbatch ins Rennen um die begehrten Goldjungen. Cumberbatch ist Teil des Ensembles des Films The „Power of The Dog“ der mit 12 Nominierungen die diesjährige Nominierungsliste anführt. Die Neuverfilmung des David Lynch Klassikers „Dune“ des Kanadiers Denis Villeneuve folgt mit 10 Oscarnominierungen. Große Chancen werden auch dem Drama „Belfast“ eingeräumt. *24hamburg.de, merkur.de, fr.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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