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Onlineshop für Drogen boomt – Zoll im Einsatz

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Von: Sebastian Peters

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Der Drogenumschlag boomt im Internet. Der Zoll ist aktiv.
Der Drogenumschlag boomt im Internet. Der Zoll ist aktiv.(Symbolfoto) © Sebastian Gollnow/dpa

Der Onlinehandel mit Drogen boomt, so der Zoll. Seit Ende April 2022 hat die Behörde in Hamburg 16 Durchsuchungen vollstreckt. Mit Erfolg.

Hamburg – Wegen per Postsendung verschickter Drogen haben Zollfahnder in Hamburg seit Ende April 2022 insgesamt 16 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Insgesamt wurden knapp 30 Kilogramm Marihuana, mehr als 150 Cannabissetzlinge, kleinere Mengen Kokain, fast 200 Ecstasy-Tabletten und 3800 unversteuerte Zigaretten sichergestellt, wie das Zollfahndungsamt am Donnerstag in der Hansestadt Hamburg mitteilte.

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13 Beschuldigte werden verdächtigt, Betäubungsmittel bestellt und im Paketversand bezogen zu haben. Auf dem Schwarzmarkt hätten die Betäubungsmittel laut des Hamburger Zolls einen Wert von mehr als 300.000 Euro gehabt.

Die illegalen Sendungen seien unter anderem bei Routinekontrollen von Kräften der Hauptzollämter Frankfurt am Main, Köln und Koblenz sichergestellt worden, hieß es. Es bestehe der Verdacht, dass das Rauschgift weiterverkauft werden sollte. Die Ermittler fanden auch mutmaßliches Dealgeld sowie Falschgeld.

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„Wir stellen bei illegalen Geschäften einen Trend zum Onlinehandel fest“, sagte der Sprecher des Zollfahndungsamtes Hamburg, Stephan Meyns, „auch bei der Abwicklung des anschließenden Paketversands schaut der Zoll ganz genau hin.“ In einem Verfahren seien bei dem Beschuldigten 75 000 Euro in bar, Schmuck und 17 Paar hochpreisige Sportschuhe gesichert worden. „Wir wollen die Gewinne aus illegalen Geschäften aufspüren und aus dem Verkehr ziehen“so Meyns.

Auch die Polizei Hamburg kämpft aktiv gegen den Drogenhandel in der Hansestadt Hamburg. Erst am Donnerstag, 9. Juni 2022, haben Ermittler in Jenfeld mehrere Objekte durchsucht.

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