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Omikron-Welle: Hamburger Virologe meint – „in ein bis zwei Monaten durch“

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Wieder ein normales Leben führen? Das klingt in Anbetracht der Omikron-Welle derzeit unmöglich. Doch schon in wenigen Monaten könnte es so weit sein.

Hamburg – Ein Leben wie vor der Coronavirus-Pandemie wünschen sich derzeit vermutlich viele Menschen rund um den Globus. Doch in Anbetracht der Omikron-Welle, die gerade über Deutschland rollt, rückt die Vorstellung von einem normalen Leben erst einmal weit in den Hintergrund. Und dabei muss sie das offenbar gar nicht. Denn laut Top-Virologe Jonas Schmidt-Chanasit könnte es nur noch wenige Monate dauern, bis wir unser Leben ohne Regeln und Maßnahmen zurückbekommen.

Stadt:Hamburg
Neuinfektionen (21. Januar):6532
Inzidenz (21. Januar):1617,6
Hospitalisierungsrate (21. Januar):4,64

Corona-Ende: Top-Virologe Schmidt-Chanasit glaubt an die Rückkehr in ein normales Leben

Die Corona-Zahlen in Hamburg erreichen fast täglich neue Höchstwerte und dennoch sind sich Experten einig, dass die Omikron-Variante, die zwar deutlich ansteckender ist, dafür aber mildere Krankheitsverläufe hervorruft, auch das Ende der Coronavirus-Pandemie einläuten wird. So zeige laut Experten ein Blick nach England, dass die Omikron-Welle, so schnell sie gekommen ist, auch wieder abebben wird und uns so die Rückkehr in ein normales Leben bescheren wird.

Jonas Schmidt-Chanasit, Leiter Arbovirologie am Bernhard-Nocht-Institut (BNI), nimmt an einer Pressekonferenz im Kaisersaal im Rathaus von Hamburg teil.
Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit glaubt trotz Omikron-Welle an ein baldiges Corona-Ende – auch in Hamburg. (Archivbild) © Christian Charisius/dpa

Top-Virologe Jonas Schmidt-Chanasit glaubt ebenfalls an ein Ende der Omikron-Welle schon sehr bald. „Die nächsten ein bis zwei Wochen werden entscheidend sein, um den Verlauf dieser Welle zu beurteilen. Momentan gehe ich davon aus, dass wir in den nächsten ein bis zwei Monaten aber damit durch sind. Dann sollten wir diskutieren, wie es weitergeht und ob die Phase der Endemie erreicht ist“, sagte er der Hamburger Morgenpost.

Dass es nach Omikron noch eine Variante des Coronavirus geben werde, die uns vor noch größere Herausforderungen stellen könnte als Omikron, halte Schmidt-Chanasit laut Mopo außerdem für „sehr unwahrscheinlich“. Dem Radiosender Hamburg 2 bestätigte der Virologe, dass er an die Rückkehr in ein normales Leben glaube.

Omikron-Scheitelpunkt in Hamburg noch nicht erreicht – doch Schmidt-Chanasit optimistisch

Ähnlich hohe Inzidenzen durch Omikron hatte in der jüngeren Vergangenheit die Hansestadt Bremen* zu vermelden. Doch dort ist inzwischen ein Bruch der Dynamik zu erkennen. Hamburg scheint davon noch weit entfernt zu sein. Schließlich steigen die Zahlen seit Wochen unaufhaltsam an. Doch Virologe Schmidt-Chanasit ist auch in Bezug auf die Elbmetropole optimistisch.

„Ich bin optimistisch, dass es auch in Hamburg demnächst zu einer Verlangsamung des Anstiegs kommt und wir den Scheitelpunkt des Infektionsgeschehens erreichen“, sagte der Virologe dem Hamburger Abendblatt.

Hamburgs Corona-Zahlen erreichen neues Rekordhoch: Tschentscher lehnt Lockerungen ab

Die Inzidenz in Hamburg hat unterdessen am Freitag, 21. Januar 2021, ein neues Rekordhoch erreicht. Mit insgesamt 6523 Neuinfektionen binnen 24 Stunden schnellte die Inzidenz auf eine Höchstmarke von 1617,6. Zu keinem Zeitpunkt in der Pandemie hatte die Hansestadt Hamburg höhere Zahlen vermelden müssen. Die gute Nachricht: Die Hospitalisierungsrate sank laut Robert Koch-Institut von 4,91 auf 4,64.

Trotz stabiler Krankenhauszahlen können sich Hamburgerinnen und Hamburger erst einmal nicht auf Lockerungen der Corona-Regeln freuen. „Eine Lockerung der Regelungen ist derzeit nicht geboten“, bestätigte, stellvertretend für Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) die stellvertretende Senatssprecherin Julia Offen im Hamburger Rathaus.

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Beim nächsten Bund-Länder-Treffen am kommenden Montag, 24. Januar 2022, werde Tschentscher seine Haltung auch vor den Länderchefs der anderen Länder vertreten. „Der Erste Bürgermeister erwartet eine Bestätigung der aktuellen Strategie und der in Hamburg bereits ergriffenen Maßnahmen wie beispielsweise die FFP2-Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr und das flächendeckende 2G-plus-Zugangsmodell“, erklärte Julia Offen weiter. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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