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„Nikolai Hamburg“: Vision für altes Commerzbank-Areal steht

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Von: Steffen Maas

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Neubau mit 40.000 Quadratmetern Fläche: Am Nikolaifleet soll bald der ehemalige Commerzbank-Hauptsitz weichen und attraktive Neubauten entstehen.

Hamburg – 100 Wohnungen, grüne Dächer, Büros, Geschäfte, Gastronomie – die Vision für das Areal des ehemaligen Commerzbank-Haupsitzes ist ansprechend und ambitioniert. Die Planungen stellte das Hamburger Immobilienunternehmen Procom Invest jetzt vor. Das Projekt, das den Namen „Nikolai Hamburg“ trägt, soll mitten in der Innenstadt in Hamburg ein attraktives Bild und eine moderne Sammelstelle für Wohnen und Arbeiten bieten.

Bauvorhaben:Nikolai Hamburg
Projektleitung:Procom Invest GmbH
Start der Baumaßnahmen:Anfang 2023
Geplante Fertigstellung:Anfang 2027

Nikolai Hamburg: Das soll auf dem Commerzbank-Areal passieren

Im Zentrum der Planungen steht der Abriss der Commerzbank-Altlasten: des weißen Altbaus und des benachbarten Hochhauses. Anschließend werden an gleicher Stelle Bauten neu errichtet. Anstelle des markanten Altbaus ist das „Nik 8“ geplant, ebenfalls in weiß wie der Vorgänger: 45 Eigentumswohnungen, 30 geförderte und 25 frei finanzierte Mietwohnungen sollen ordentlich Wohnraum bieten. In den unteren Geschossen ist zudem Platz für gewerbliche Nutzung.

Die Visualisierung zum Projekt „Nikolai Hamburg“ am Nikolaifleet.
So soll es mal aussehen: In der Mitte wird der ehemalige Commerzbank-Hauptsitz durch einen ebenfalls weißen Neubau ersetzt, rechts daneben weicht das Hochhaus einem Backsteinbau. (Visualisierung) © Beyond Visual Arts/Procom

Überlegungen, Fassadenelemente des historischen Altbaus zu erhalten und ins neue Design einzupflegen, konnten dagegen nicht realisiert werden: Das sei eine lange verfolgte Idee, die sich aber nicht habe umsetzen lassen, bedauern die Verantwortlichen auf 24Hamburg.de-Anfrage.

Der ehemalige Commerzbank-Haupsitz am Nikolaifleet in Hamburg.
So sieht es aktuell noch aus: Während der Look des zentralen Gebäudes beibehalten werden soll, dürfte der Hochhaus-Neubau auf der rechten Seite eine erhebliche optische Verbesserung darstellen. © Steffen Maas

Statt des aktuellen 13-stöckigen Hochhauses nebenan direkt an der Domstraße will Procom das „Nik 11“, einen Backsteinbau mit zehn Etagen, errichten und reichlich Platz für „neue Arbeitswelten“ anbieten. Im Erdgeschoss soll eine Arkade mit Ladenflächen die flanierenden Passanten anlocken und baulich einen direkten Durchgang zum Fleet bieten. Sowohl „Nik 8“ als auch „Nik 11“ bringen mit begrünten Dachflächen etwas Farbe in die Innenstadt.

Nikolaifleet: Procom-Projektleiter verspricht „attraktive Scharnierfunktion“

„Unser Projekt ,Nikolai Hamburg‘ wird für Hamburger und alle Besucher eine attraktive Scharnierfunktion als neue Verbindung von HafenCitySpeicherstadt und Rathausquartier übernehmen“, ist Procom-Projektleiter Frank Vollbrecht überzeugt. Zurzeit ist man in intensivem Austausch mit der Stadt – ein Muss bei einem Projekt in so exponierter Lage.

Die Visualisierung zum Projekt „Nikolai Hamburg“ am Nikolaifleet.
Die Neubauten würden sich stilvoll in das zentrale Stadtbild einfügen. © Beyond Visual Arts/Procom

Verwaltung und Procom stimmen aktuell „im Rahmen des laufenden Bebauungsplanverfahrens den baurechtlichen Rahmen für die Neuentwicklung des historisch bedeutungsvollen Ortes eng miteinander ab“, erklärt Vollbrecht und unterstreicht: „Am Nikolaifleet hatte der Hamburger Hafen und damit das hanseatische Kaufmannstum seinen Ursprung.“

Bruno Fioretti Marquez – Gestalterische Idee kommt von renommierten Berliner Architekturbüro

Die gestalterische Idee, die vom renommierten Berliner Architektenbüro Bruno Fioretti Marquez stammt und 2019 im Rahmen eines international besetzten Wettbewerbes auserkoren wurde, greift das auf und wurde damals von der Jury als „Reminiszenz an das historische Umfeld“ gewürdigt, unterstreichen die Procom-Verantwortlichen in einer Pressemitteilung.

Weil diese kreativen Visionen seit 2019 durchgehend detailliert in die Planung einfließen, besteht die erwähnte enge Abstimmung zwischen Procom und Hansestadt aktuell aus Abläufen, die klingen wie direkt aus dem Behördensprech-Lexikon: Baurechtbeschaffung, Bebauungsplanverfahren, Baugenehmigung … Angemessene Akribie: Aufgrund des zentralen und sensiblen Standorts sei das Verfahren hier besonders komplex, heißt es aus dem Unternehmen gegenüber 24Hamburg.de.

„Nikolai Hamburg“ – Fertigstellung im Jahr 2027 geplant

Die Fertigstellung des „Nikolai Hamburg“-Projektes ist für das erste Quartal 2027 geplant. Bis dahin hat man bei Procom konkrete Meilensteine im Visier: Anfang 2023 erfolgt zunächst der Abbruch der Bestandsgebäude, dann kann der Tiefbau starten. Die Vermarktung der Gewerbeflächen und Eigentumswohnungen läuft jetzt bereits an. Wer an der Anmietung einer der Wohnungen interessiert ist, muss sich noch etwas gedulden: Die läuft etwa ein halbes Jahr vor der Fertigstellung des Gebäudes an.

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Insgesamt investiert die Procom Invest GmbH 350 Millionen am Standort Nikolai-Insel, um das ambitionierte Bauvorhaben auf den rund 6000 Quadratmetern im Herzen von Hamburg zu realisieren.

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