Corona-Pandemie

Corona-Öffnungen in Hamburg: Das sind die neuen Lockerungen

  • Jens Kiffmeier
    vonJens Kiffmeier
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Fitnessstudios, Hotels, Kontaktbeschränkungen: In Hamburg gibt es umfangreiche Öffnungen. Denn der Inzidenzwert ist niedrig. Die Corona-Regeln im Überblick.

Hamburg – Angesichts eines weiterhin sinkenden Inzidenzwertes gestattet die Hansestadt Hamburg weitere Lockdown-Lockerungen. Für Kitas, Schulen, Fitnessstudios oder Hotels sowie bei den strengen Kontaktverboten gibt es deutliche Erleichterungen in den Corona-Beschränkungen. Die meisten Änderungen sollen am Dienstag, 1. Juni 2021, in Kraft treten. Das teilte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Freitagnachmittag im Anschluss an eine Senatssitzung mit. Gedulden muss sich unterdessen weiterhin die Gastronomie.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Inzidenzwert Hamburg: Corona-Zahlen im Sinkflug – diese Corona-Lockerungen gelten jetzt

„Wir haben bei den Corona-Zahlen eine gute und stetige Entwicklung nach unten“, sagte der Rathauschef. So war auch am Freitag die Zahl der Neuninfektionen im Wochenvergleich weiter gesunken. Zwar kamen wieder 85 neue Fälle hinzu. Das waren sechs mehr als am Donnerstag, 27. Mai 2021, aber 14 weniger als am Freitag der Vorwoche. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuninfektionen pro 100.000 Einwohner, ging wie bereits in den Tagen zuvor weiter zurück. Sie lag nun bei 27,1.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat weitere Lockdown-Lockerungen präsentiert. (24hamburg.de-Montage)

Laut Tschentscher stehen nun für weitere Öffnungen alle „Indikatoren auf Grün“. Vor diesem Hintergrund setzt die Landesregierung die nächste Stufe im Lockerungsfahrplan um. Nach dem Wegfall der Ausgangssperre sowie die Öffnung des Einzelhandels soll nun der dritte Schritt erfolgen. Nach Senatsangaben ist die Aufhebung der Beschränkungen sehr umfangreich. Hier die neuen Corona-Regeln im Überblick:

  • Die Kontaktbeschränkungen werden gelockert. Künftig dürfen sich wieder 5 Personen treffen, egal aus wievielen Haushalten. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgerechnet.
  • Die Kitas kehren ab dem 7. Juni 2021 in den Regelbetrieb zurück.
  • In den Schulen findet ab dem 31. Mai 2021 wieder Präsenzunterricht statt.
  • Auch die Hochschulen bieten wieder mehr Präsenzunterricht an.
  • Hotels und Beherbergungsbetriebe dürfen wieder öffnen, die Auslastung der Häuser darf aber nur 60 Prozent betragen. Ein negativer Schnelltest, der alle 72 Stunden erneuert wird, ist verpflichtend. Für Hotelgäste darf die Innengastronomie geöffnet werden.
  • Kreuzfahrtschiffe dürfen ab dem 11. Juni 2021 wieder im Hamburger Hafen abgefertigt werden.
  • Sport im Freien ist mit bis zu 20 Erwachsenen erlaubt. Innen ist kontaktfreier Sport mit bis zu zehn Erwchsenen möglich. Hier gilt aber dann eine Schnelltest-Pflicht.
  • Kindersport ist im freien ohne Personengrenze möglich.
  • Fitness-, Sport- und Yoga-Studios dürfen unter Einhaltung eines Hygienekonzepts öffnen. Es gilt eine Personenbegrenzung berechnet auf die Quadratmeterfläche sowie eine Testpflicht.
  • Grundsätzlich sollen auch Sportveranstaltungen mit bis zu 650 Zuschauern erlaubt werden. Dabei ist eine feste Sitzordnung ebenso wie Testpflicht, Kontaktnachverfolgung und Maskenpflicht vorgeschrieben.
  • Sonstige Veranstaltungen in Innenräumen sind mit bis zu 50 Personen erlaubt, wenn eine feste Sitzplatzordnung garantiert werden kann und die Hygienevorschriften eingehalten werden.
  • Zoos und Wildgehege können ebenfalls ihre Innenbereiche wieder öffnen.
  • Hafen - und Stadtrundfahrten sind wieder möglich (mit bis zu 20 Personen draußen, zehn im Innenraum).

Im Vorfeld war bereits über die Öffnung der Innengastronomie spekuliert worden. Bereits am Pfingst-Wochenende hatte der Senat den Restaurant-Besitzern gestattet, ihre Außenbereiche für Gäste zu öffnen. Doch weitere Lockerungen, wie vielfach gefordert, lehnte der Senat vorerst ab. Auch Club- und Barbesitzer wurden vertröstet. Diese Bereiche seien einer der größten Ansteckungsherde in der Pandemie, stellte Tschentscher klar. Daher müsse man das Infektionsgeschehen sehr engmaschig beobachten. Zumindest für die Gastronomie stellte er eine Perspektive in Aussicht. Über die Öffnung der Innengastro werde man gesondert am kommenden Dienstag noch einmal beraten, so Tschentscher.

Inzidenz in der Hansestadt: Fitnessstudios offen, Innengastro dicht – das sind die Corona-Regeln

Der Rathauschef verteidigte noch einmal seinen Öffnungskurs. Dieser funktioniere, aber sei bewusst vorsichtig ausgestaltet, sagte Tschentscher. Trotz guter Corona-Zahlen dürfe man das „Coronavirus nicht unterschätzen“, mahnte der SPD-Politiker. Zwar seien bereits über 40 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger geimpft. Aber für alle anderen bedeute die Pandemie weiterhin eine große Gefahr. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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