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Nie wieder Stau im Elbtunnel? 75 Millionen Investition in neue Infrastruktur

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Von: Kevin Goonewardena

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Der Elbtunnel in Hamburg ist extrem stauanfällig und das Nadelöhr der Hansestadt. Eine neue Leitzentrale soll nun auch für eine bessere Verkehrssteuerung sorgen.

Hamburg – Die Hamburger Elbtunnel genießen bundesweite Bekanntheit. Doch während der Alte Elbtunnel ein nicht nur bei Touristen beliebtes Bauwerk ist und gern genutzt wird um von der anderen Seite einen Skyline-Blick auf Hamburg zu genießen oder mit dem Fahrrad in den Süderelbe-Raum zu gelangen, ist der Neue Elbtunnel deutschlandweit gefürchtet.

Der ganz banale Grund: Das Nadelöhr der Bundesautobahn A7 ist nur eine von zwei Elbquerungen (die andere sind die Elbbrücken), extrem stauanfällig und auch sonst immer für kuriose Geschichten gut. Doch in Punkto Stau und stockendem Verkehr könnte es bald besser werden.

Name:Neuer Elbtunnel Hamburg
Lage:zwischen Hamburger Hafen und Hamburg-Bahrenfeld
Länge:3.325 Meter
Eröffnung:10. Januar 1975, 27. Oktober 2002 (vierte Röhre)
Tägl. Verkehrsaufkommen:bis zu 140.000 Fahtrzeuge / täglich

Elbtunnel: Immer wieder Ärger durch Staus, Unfälle, Baustellen und Sperrungen

Der „Hoffnungsträger“ dafür ist die neue Leitzentrale, die auf dem begrünten Dach des Tunnels in Bahrenfeld entstehen soll. In dem neuen modernen Gebäude, das die alte Leitstelle ersetzen wird, werden die Verkehrsexperten den Verkehrsfluss im Elbtunnel und die Sicherheitstechnik des Bauwerks im Blick haben und gegebenenfalls in den Verkehr eingreifen können. Immer wieder kommt es im Elbtunnel zu Staus aufgrund von Unfällen, oder zu Sperrungen.

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Beispielsweise dann, wenn die Technik erneuert oder die Fahrbahn saniert werden muss. Die zuletzt angekündigte 55 Stunden andaurende Vollsperrung eines rund 20 Kilometer langen Teilstücks der A7 – inklusive Elbtunnel – musste wegen der Orkanstürme der letzten Woche verschoben werden. Auch die Folgetunnel auf der A7 in Stellingen und Schnelsen sind immer wieder von Teil- oder Vollsperrungen betroffen.

Elbtunnel: Leitzentrale mit modernster Technik – auch andere Tunnel werden von hier überwacht

Die Behörde für Wissenschaft und Innovation und die DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH), die für den Bund den Bau von Fernstraßenprojekten koordiniert, stellten in einem Pressemappe nun die Pläne für die neue Leitzentrale vor. 64 Kameras überwachen alleine den Elbtunnel. Doch auch die Live-Bilder, Alarm-Meldungen und die Technikdaten der anderen Hamburger Tunnel werden zukünftig auf den XXL-Bildschirmen der Leitstelle angezeigt.

Kommandostand der neuen Tunnelleitzentrale Hamburg
So soll es im Herzstück der neuen Leitzentrale der Hamburger Tunnel aussehen. © Behörde für Wissenschaft und Innovation/DEGES

Denn: Auch die anderen Tunnel in Hamburg werden von hier aus überwacht und deren Technik von dort aus gesteuert. Das sind beispielsweise der Krohnstieg- und Wallringtunnel, aber auch die A7-Deckel Schnelsen, Stellingen und zukünftig auch Altona.

Die Zentrale gehört zur kritischen Infrastruktur. Die Anforderungen an die Sicherheit sind immens, besonders, was die Software angeht. Wichtiges Thema ist z.B. die Abwehr von Hacker-Angriffen.

Frank Wilking, Deges-Projektleiter:

Bei Bedarf kann hier eingegriffen werden, zum Beispiel das Tempo für die Autofahrer gedrosselt oder Röhren beziehungsweise Spuren gesperrt werden. In den nächsten Jahren, schreibt die Bild-Zeitung, könnten noch mehr Tunnel hinzukommen, die die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus der Zentrale im Auge behalten müssen. Etwa der Hafenbahntunnel und der geplante Tunnel in Wilhelmsburg.

Elbtunnel: Neue leitzentrale für 75 Millionen Euro

Jetzt 75 statt ursprünglich 47 Millionen Euro soll das Bauwerk nun kosten. Den Großteil der Kosten so berichtet die Bild-Zeitung, übernehme der Bund. Die Eröffnung ist für 2024 geplant. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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