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„Nicht hinnehmbar“ – IG Metall droht Windanlagenbauer Vestas mit Warnstreik

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Von: Bona Hyun

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Windkraftanlage des Windanlagenbauer Vestas
IG Metall droht dem dänischen Windanlagenbauer Vestas mit einem Warnstreik. (Symbolbild) © Jens Büttner/dpa

Die IG Metall droht dem Windanlagenhersteller Vestas mit einem Warnstreik. Vestas wolle sich auf keine Tarifverhandlungen einlassen, laut IG Metall.

Hamburg – Die IG Metall drohte im Konflikt um einen Tarifvertrag mit einem Warnstreik, um Druck auf den dänischen Windanlagenhersteller Vestas zu erhöhen. „Sie haben uns mitgeteilt, dass sie überhaupt nicht vorhaben, mit uns in Tarifverhandlungen einzutreten“, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, der Rendsburger IG-Metall-Geschäftsführer Martin Bitter, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Insgesamt rund 1700 Beschäftigte, darunter 700 Monteure, die mit Service und Wartung von Windkraftanlagen sind von dem Konflikt betroffen.

Gewerkschaft:IG Metall
Mitglieder:2.214.662 (2020)
Gründung:1. September 1949, Westdeutschland
Präsident:Jörg Hofmann

IG Metall droht Vestas mit Warnstreik – Eckdaten zum Streik noch nicht bekannt

Zeitpunkt und Ausmaß einer solchen Arbeitskampfaktion nannte Bitter nicht. Die größte Gewerkschaft Deutschlands war Mitte Mai mit der Vestas Deutschland GmbH (Hamburg) ins Gespräch getreten. Das jüngste Treffen Anfang Juli sei sehr kurz gewesen, wie Bitter der dpa mitteilte. Er bekräftigte seinen Eindruck, dass das Unternehmen lieber mit dem Betriebsrat als mit der IG Metall über Arbeitsbedingungen und die Höhe der Entgelte sprechen wolle. Solche Weigerung sei für ein Unternehmen dieser Größe „nicht hinnehmbar“, so Bitter. „Dieses kategorische und wenig diplomatische Nein zu Tarifverhandlungen ist mir so noch nicht untergekommen.“

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Vor selbigem Konflikt stehen derzeit auch Verdi-Mitarbeiter, die ebenfalls einen neuen Streik ankündigen. Auch sie sind enttäuscht von der geringen Annäherung der Arbeitgeber. Angeheizte Stimmung herrscht unter den Beschäftigten des Hagenbecks Tierparks, wo kürzlich gestreikt wurde. Die Gewerkschaft IG Bau hatte das Personal zum Streik aufgerufen.

IG Metall will Tarifbindung erhöhen: „Weigerung gegenüber Gewerkschaft nicht hinnehmbar“

Bitter hatte vor Beginn der Gespräche im Mai die „klare Erwartungshaltung der Beschäftigten“ zu tariflich geregelten Arbeitsbedingungen geäußert. Weil die Windbranche eine wichtige Rolle beim Umbau der Strom- und Energieversorgung einnehmen werde, sei es wichtig, die Tarifbindung in der Branche zu erhöhen. Derzeit unterliegen die Beschäftigten dem Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie. Bei Herstellern und im Servicebereich habe sich die Windbranche aber bisher einer Tarifbindung verweigert.

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