Zu viele menschliche Proteine

Neues Problem mit AstraZeneca: Verunreinigung des Impfstoffs nachgewiesen!

  • Yannick Hanke
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Die Universität Ulm hat Verunreinigungen im Corona-Impfstoff AstraZeneca nachgewiesen. Was bedeutet dies für die Wirksamkeit?

Ulm – Sowohl menschliche als auch virale Eiweiße wurden im Corona*-Impfstoff des britischen Pharmakonzerns AstraZeneca ermittelt. Die Studie der Universität Ulm wird derzeit noch für die Veröffentlichung in einem Fachjournal begutachtet. Das Auftreten von häufigen und heftigen Impfreaktionen nach Verabreichung des AstraZeneca-Impfstoffs „Vaxzevria“ führten zur Untersuchung.

Unternehmen:AstraZeneca
Hauptsitz:Cambridge, Vereinigtes Königreich
CEO:Pascal Soriot (1. Okt. 2012–)
Gründung:6. April 1999
Tochtergesellschaften:AstraZeneca GmbH, MedImmune u.v.m.

AstraZeneca: Verunreinigung im Corona-Impfstoff – Uni Ulm findet menschliche und virale Proteine

Als Impfreaktionen werden hohes Fieber und starke Kopfschmerzen* genannt. Hinzukommen lebensbedrohliche Sinusvenenthrombosen, die jedoch nur in sehr seltenen Fällen aufgetreten seien. Hierbei handelt es sich um die Verstopfung eines der großen venösen Blutgefäße im Gehirn, die durch ein Blutgerinnsel ausgelöst wird.

Im Corona-Impfstoff von AstraZeneca hat die Universität Ulm Verunreinigungen nachgewiesen (Symbolbild).

Anlass genug für Forschende rund um Stefan Kochanek, Leiter der Abteilung Gentherapie der Ulmer Universitätsmedizin, um insgesamt drei Chargen des AstraZeneca-Impfstoffs zu untersuchen. Wie fr.de berichtet, konnten „beträchtliche Mengen menschlicher Proteine und regulatorischer viraler Proteine, die nicht Teil des Impfstoffs sind“, festgestellt werden*.

Universität Ulm: Vermehrt Hiteschockproteine im Corona-Impfstoff von AstraZeneca

Der Gehalt dieser Proteine habe „deutlich über den theoretisch zu erwartenden 12,5 Mikrogramm“ gelegen. „In einer genauer untersuchten Charge betrug er sogar 32 Mikrogramm“. Mindestens die Hälfte dieser im Impfstoff festgestellten Proteine sei menschlichen Ursprungs. Aufklärung über den Corona-Impfstoff von AstraZeneca* liefert aber auch UKE-Expertin Marylyn Addo.

Auffällig sei die Häufung von Hitzeschockproteinen. Diese helfen anderen Proteinen bei der Faltung oder der Erhaltung des jeweiligen Bestandes. Insgesamt wurden mehr als 1000 Proteine gefunden, wobei die Mehrzahl dieser keine negativen Auswirkungen auf Impflinge haben soll. Übrigens: Die Feuerwehr Hamburg ist durch eine AstraZeneca-Impfung krank geworden*.

Verunreinigter Impfstoff von AstraZeneca: Experte fordert bessere Qualitätskontrolle

„Extrazelluläre Hitzeschockproteine sind jedoch bekannt dafür, dass sie angeborene und erworbene Immunantworten modulieren und bestehende Entzündungsreaktionen verstärken können“, heißt es von Stefan Kochanek. Nun bedarf es weiterer Studien um zu klären, „inwieweit diese Verunreinigungen die Wirksamkeit des Vakzins mindern oder mit der oftmals starken Impfreaktion zeitnah nach der Infektion des Impfsstoffs in den Muskel zusammenhängen könnten“.

Vor allem in der Pharmaindustrie sei das Entfernen von Verunreinigungen ein „sehr wichtiges Qualitätsmerkmal“. Für den Corona-Impfstoff von AstraZeneca, der im Verbund mit dem Biontech-Impfstoff verabreicht werden kann, reiche die Kontrolle mit den bisher praktizierten Standardverfahren anscheinend nicht aus.

Es sei unumgänglich, „den Herstellungsprozess und die Qualitätskontrolle des Impfstoffs zu überarbeiten“, heißt es von Stefan Kochanek. Auf diesem Wege könne „neben der Sicherheit womöglich auch die Wirksamkeit“ erhöht werden. Indes kritisiert Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil mögliche Impfungen für Kinder*. * 24hamburg.de, fr.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sven Simon/imago images

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