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Baubeginn für neuen „Fernwärme-Elbtunnel“ in Hamburg

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Von: Kevin Goonewardena

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Die Arbeiten an einem neuen Elbtunnel starten noch diese Woche in Hamburg. Der Energietunnel wird nach Fertigstellung die Stadt mit Wärme aus dem Hafen versorgen.

Hamburg – Am Südufer der Elbe beginnen am Donnerstag die Bauarbeiten für einen neuen Elbtunnel. Anders als der Alte Elbtunnel und die A7-Unterquerung des Flusses, wird der Tunnel nach Fertigstellung nicht für den Verkehr genutzt werden. Ab 2024/2025 soll durch die 1160 Meter lange Röhre Industrie-Abwärme, also Fernwärme, aus dem Hamburger Hafen in den Norden der Stadt transportiert werden. Das teilte die Energiebehörde am Montag mit.

Name:Wärmetunnel unter der Elbe
Länge:1160 Meter
Baubeginn:2022
Voraussichtliche Fertigstellung:2024/2025

Energietunnel Hamburg: Ungenutzte Abwärme wird nutzbar gemacht

Das bedeutet, dass zukünftig über den Tunnel bei industriellen Produktionsprozessen entstandene Energie weiter transportiert werden kann, um an anderer Stelle genutzt zu werden. Diese Abwärme entsteht beispielsweise, wenn Motoren laufen, „Metall bei hoher Hitze geschmolzen wird, Druckluft erzeugt oder Hallen gekühlt werden“, ist auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWi) zu erfahren.

Tunnel im Bau
Ein neuer Energietunnel unter der Elbe soll ab 2025 die Stadt mit Energie aus dem Hafen versorgen. (Symbolbild) © Jürgen Heinrich / Imago

Diese als Nebenprodukt entstandene Energie wird zurzeit noch meist ungenutzt. Das soll sich nun unter anderem mithilfe des neu zu bauenden Elbtunnels ändern.

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Zusammen mit dem geplanten Energiepark auf der Dradenau im Hamburger Hafen und der „Einbindung zahlreicher Wärmequellen vor allem im Süden“, wie es auf der Projektseite des Energieparks heißt, stellt der Elbtunnel nicht nur die Grundlage zur Nutzung der CO₂-armen Fernwärme dar – die neuen Energielösungen ersetzen auch das Kohlekraftwerk Wedel, dass 2025 abgeschaltet werden wird.

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