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Neue Haltestelle im HVV: Eröffnung von S-Bahnhof Ottensen schon wieder verschoben

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Von: Christian Einfeldt

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Die Eröffnung der neuen S-Bahn-Haltestelle der Deutschen Bahn in Hamburg-Ottensen verzögert sich weiter. Warum der S-Bahnhof nicht im Dezember eröffnet werden kann.

Hamburg – Dass Hamburg erstmals über einen S-Bahnhof in Ottensen nachgedacht hat, ist bereits 19 Jahre her. 2003 brachte man das Thema ins Gespräch. Erst 2018 konnten die Genehmigungsverfahren jedoch abgeschlossen werden. Seitdem laufen die Baumaßnahmen in Hamburg-Altona auf Hochtouren. Nicht zuletzt, spricht die Deutsche Bahn in einer kürzlich erschienenen Pressemitteilung davon, dass bis zu 11.000 Fahrgäste täglich die neue Haltestelle der S1 und S11 nutzen könnten.

Ottensen würde einen optimalen Anschluss an die S-Bahn der Deutschen Bahn, aber auch an den Betrieb des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) gewinnen. Alles noch Zukunftsmusik: Eine Eröffnung der Station verzögert sich weiter.

Stadtteil von Hamburg:Ottensen
Fläche:2,8 km²
Bezirk:Bezirk Altona
Einwohner:34.904

S-Bahhof Ottensen: Deutsche Bahn erklärt erneute Verzögerung – Eröffnung auf Frühjahr 2023 verschoben

Alles fing an mit einer geplanten Eröffnung für Dezember 2020. Daraus wurde nichts – genauso wenig im Dezember 2021 oder August 2022. Seit knapp zwei Jahren verfolgt die Deutsche Bahn also schon die Realisierung des S-Bahnhofs von Ottensen. Der letzte Termin: Dezember 2022. Pünktlich zur Veröffentlichung des Winter-Fahrplans sollte auch Ottensen erstmals in den DB-Programmen Erwähnung finden. Ottensen sollte ab Dezember eigentlich dauerhaft einen weiteren Bezugspunkt zwischen Altona und Bahrenfeld schaffen – und damit auch für HVV-Angebote relevant werden.

S-Bahn Hamburg.
S-Bahnhof Ottensen: Die Eröffnung der neuen Haltestelle zwischen Altona und Bahrenfeld verschiebt sich weiter. (Symbolbild) © Lobeca/Imago

In einer Pressemitteilung gibt es nun die Absage. „Die Fahrgäste können den neuen Haltepunkt voraussichtlich erst im Frühjahr 2023 nutzen“, sagt die Deutsche Bahn, die damit direkt einen neuen Eröffnungs-Termin ins Gespräch bringt. Das Eisenbahnunternehmen spricht von „vielfältigen“ Gründen, die die Pläne ein weiteres Mal durchkreuzt hätten. Was ist damit genau gemeint? Die wohl relevantesten Faktoren: Materialknappheit und Lieferschwierigkeiten. Die wirtschaftliche Krisenzeit belastet den Hamburger Nahverkehr.

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Wegen Lieferschwierigkeiten und Materialknappheit: Neue Hamburger S-Bahnhaltestelle weiter im Bau

„Dass Lieferschwierigkeiten gerade beim Stahlbau vorherrschen, ist per se keine Neuigkeit. Dass es uns aber so massiv treffen wird, war jedoch nicht erwartbar“, sagt Bauleiter Maurice Scholten in der DB-Mitteilung. Unter anderem könne man weder die Treppen der S-Bahn-Haltestelle noch den Aufzug finalisieren. Zudem seien Teile des S-Bahnhofs nach wie vor nicht mit Strom versorgt. Auch fehlende Beleuchtung hätte eine Finalisierung weiter verzögert. Arbeiten, die aktuell nur wenige Kilometer entfernt, im Volkspark, ebenfalls fällig werden. Die Stadt Hamburg hatte dort zu Beginn des Jahres 400.000 Euro für neue Lampen ausgegeben, die nicht leuchten – weil der Strom fehlt.

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Dass die Bemühungen einer Eröffnung in den vergangenen zwei Jahren gescheitert waren, liegt nach Berichten der Hamburger Morgenpost unter anderem an Arbeiten im Tiefbau, die die Verantwortlichen vor Herausforderungen gestellt hätten. Nun sind es also die Folgen der aktuellen Wirtschaftskrise.

Ein neuer Anlauf zur Eröffnung könnte im Frühjahr 2023 bevorstehen. Im Durchschnitt sollen es nach DB-Angaben dann 5.000 Fahrgäste sein, die das Verkehrsangebot zwischen Altona, Ottensen und Bahrenfeld nutzen. Fahren dann auf der Strecke Anfang des Jahres wirklich die von der Deutschen Bahn erhofften 11.000 Fahrgäste mit der S-Bahn Hamburg – oder droht womöglich eine weitere Verzögerung? Ausgang ist offen.

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