Mehrere Fälle bestätigt

Herzmuskelentzündungen nach Biontech-Impfung: Unheimliche Nebenwirkung

  • Natalie-Margaux Rahimi
    vonNatalie-Margaux Rahimi
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Führt der Corona-Impfstoff von Biontech zu Herzmuskelentzündungen? Fälle aus Israel scheinen die gefährliche Nebenwirkung nun zu bestätigen.

Hamburg/Tel Aviv, Israel – In der Hansestadt Hamburg* ist der Corona-Impfstoff von Hersteller Biontech/Pfizer das am meisten eingesetzte Vakzin von allen. Es gilt in Deutschland als besonders sicher und wirksam. Schon vor Wochen machten allerdings Berichte über eine bestimmte Nebenwirkung die Runde. Demnach habe es in Israel mehrere Fälle von Herzmuskelentzündungen nach der Impfung mit Biontech* gegeben. Nun gibt es neue Daten dazu.

Pharmaunternehmen:Biontech
Gründung:2008
CEO:Uğur Şahin
Hauptsitz:Deutschland

Herzmuskelentzündung nach Biontech-Impfung: Neue Daten zu Impf-Nebenwirkung aus Israel

Wie die ZEIT berichtet, halten israelische Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen der Biontech-Impfung und der Herzmuskelentzündung, die bei einigen Menschen nach der Impfung aufgetreten war, für möglich. Dennoch meine Nachman Asch, Israelischer Koordinator für Pandemiebekämpfung: „Die Vorteile überwiegen die Risiken“. Die Gefahr einer Corona*-Erkrankung sei höher als die einer möglichen Nebenwirkung, heißt es in dem Bericht.

Israel liefert neue Daten zu Herzmuskelentzündungen nach Biontech-Impfung.

Von mehr als fünf Millionen Geimpften in Israel war laut israelischem Gesundheitsministerium zwischen Dezember 2020 und Mai 2021 bei 275 Menschen eine Herzmuskelentzündung, die sogenannte Myokarditis, aufgetreten. Eine Untersuchung sei nun zu dem Ergebnis gekommen, dass es einen möglichen Zusammenhang zwischen der Vergabe der zweiten Dosis Biontech und Herzmuskelentzündungen bei jungen Männern im Alter zwischen 16 und 30 gebe.

Herzmuskelentzündung nach Biontech-Impfung: Zusammenhang bei jungen Männern in Israel noch nicht bewiesen

Besonders häufig betroffen seien nach Angaben des israelischen Gesundheitsministeriums junge Männer im Alter zwischen 16 und 19 Jahren. Allerdings werde der Zusammenhang zwischen Impfung und Myokarditis noch untersucht und gilt noch nicht als bewiesen. Trotz dieser Vorfälle hat Israel kürzlich die Impfung für zwölf- bis fünfzehnjährigen erlaubt. „Die Fälle von Herzmuskelentzündungen bei 16- bis 19-Jährigen waren selten und sind meist ohne Komplikationen verlaufen“, teilte Israel mit.

Hersteller Biontech/Pfizer hatte, wie die ZEIT berichtet, darauf hingewiesen, dass bislang kein kausaler Zusammenhang zwischen Impfung und Herzmuskelentzündungen bei jungen Männern festgestellt werden konnte. Bisher sei die Rate von Myokarditis nicht höher, als es in der Allgemeinbevölkerung zu erwarten wäre, heißt es.

In Deutschland wurden dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bis 30. April 2021 sechzehn Fälle von Myokarditis nach einer Biontech-Impfung gemeldet. Hierbei handelt es sich um sogenannte Verdachtsfälle. Wie das PEI in seinem Sicherheitsbericht mitteilt, sei derzeit „kein Risikosignal“ dahin gehend zu sehen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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