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Neue Corona-Variante in Frankreich entdeckt: Das ist über B.1.640.2 bekannt

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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In Frankreich wurde bei einem Reisenden eine neue Variante des Coronavirus entdeckt. B.1.640.2 weist 46 Mutationen auf und könnte ansteckender sein als Omikron.

Hamburg – In Frankreich wurde eine neue Variante des Coronavirus entdeckt! Ein Reisender soll nach seiner Rückkehr aus Kamerun zwölf Menschen mit B.1.640.2, wie die Mutation vorläufig genannt wird, angesteckt haben. Ersten Laboruntersuchungen zufolge weist die neue Variante 46 Mutationen auf. Zum Vergleich: Omikron, die Variante, die sich derzeit in Deutschland rasant ausbreitet und für strengere Regeln sorgt, weist „nur“ 37 Mutationen am Spike-Protein auf. Was ist noch über B.1.640.2 bekannt?

Virus:Coronavirus
Krankheitserreger:SARS-CoV-2
Vorkommen:Weltweit
Virusvariante:B.1.640.2

B.1.640.2 in Frankreich entdeckt: Mehr Mutationen als Omikron – was über die Variante noch bekannt?

Experten und Expertinnen der französischen Regierung sitzen derzeit an einer Preprint-Studie zu der neuen Mutation. Laut ersten Erkenntnissen von Wissenschaftlern der IHU Mediterranee Infection in Marseille enthalte B.1.640.2 die bereits bekannten Mutationen N501Y und E484K. Erstere ist auch in der sogenannten Alpha-Variante enthalten und sorgt Forschungen zufolge dafür, dass sich Zellen besser binden und sich die Variante schneller ausbreiten kann.

Coronavirus - Analyse
B.1.640.2: In Frankreich wurde eine neue Variante des Coronavirus entdeckt. (Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa

Bedeutet: Die neue Variante des Coronavirus könnte ansteckender sein als das Ursprungsvirus. Bei der Mutation EK484K handelt es sich um eine Escape-Variante. Diese beeinflusst die Wirksamkeit der Impfstoffe und sorgt dafür, dass auch Geimpfte nicht mehr ausreichend vor einer Ansteckung geschützt sind. Allerdings fehlen dazu noch wichtige Forschungsdaten und Erkenntnisse. Auch wegen der geringen Zahl an Fällen sind die Daten noch wenig aussagekräftig.

B.1.640.2 schon Anfang Dezember entdeckt: Forscher haben erst wenig Erkenntnisse zu der neuen Variante des Coronavirus

Die Forscher des IHU Mediterranee Infection in Marseille hatten die Mutation bereits Anfang Dezember entdeckt. Am 29. Dezember 2021 wurde dann erstmals über die Preprint-Studie berichtet. Das bedeutet, die Studie wurde noch nicht von anderen Experten und Wissenschaftlern geprüft.

Die Experten aus Frankreich sprechen bei B.1.640.2 von einer „atypischen Kombination“ von Mutationen, was die Variante so interessant macht. Die bloße Entdeckung der neuen Variante des Coronavirus ist übrigens noch kein Grund zur Besorgnis. Es werden Experten zufolge dauernd neue Virusvarianten entdeckt. Allerdings können sich nur wenige auch tatsächlich durchsetzen.

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Fakt ist: Mutationen entstehen häufig unter ungeimpften beziehungsweise immunsupprimierten Menschen. Die Impfquote in Kamerun liegt laut John-Hopkins-Institut derzeit nur bei 2,7 Prozent. Ob B.1.640.2 gefährlicher ist als Omikron und sich bald in Europa durchsetzen wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Dazu müssen weitere Daten gesammelt und die Variante weiter untersucht werden.

Neue Corona-Mutation in Frankreich aufgetaucht: Spielt B.1.640.2 auch beim nächsten Corona-Gipfel eine Rolle?

Obwohl die Datenlage und damit die Erkenntnisse zu der neuen Coronavirus-Variante B.1.640.2 noch sehr dünn sind, könnte die Mutation beim nächsten Corona-Gipfel des Bundes am 7. Januar 2022 ein Thema werden. Gesundheitsminister Karl Lauterbach will dann über neue Corona-Regeln zur Eindämmung der Omikron-Variante beraten. In der Ausbreitung von Omikron hatte Lauterbach zuletzt auch eine Hoffnung gesehen. Hoffen wir, dass uns B.1.640.2 jetzt keinen Strich durch die Rechnung macht. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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