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Neue Corona-Studie verrät: So viele Schüler stecken sich in Hamburgs Schulen an

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Von: Kevin Goonewardena

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Der richtige Umgang mit der Pandemie im Schulkontext ist strittig. Nun kam heraus: Die meisten Schüler Hamburgs haben sich nicht in der Schule mit Corona infiziert.

Hamburg – Die Coronaproblematik begleitet seit Beginn der Pandemie auch den Schulbetrieb, nicht nur in Hamburg. Schulschließungen, Präsenz- oder Wechselunterricht, Luftfilter oder Lüften, Maskenpflicht, wenn ja, für welche Altersstufen waren hier die Fragen. Und auch während der jetzigen Ausbreitung der Omikron-Variante stehen die Schulen wieder im Fokus. Die Kultusminister der Länder sprechen sich aktuell gegen eine erneute Schließung der Lehranstalten aus.*

Aber: Immer wieder gab es Probleme mit der Beschaffung von Coronaschnelltests und falschen Positivergebnissen. In Hamburg traten zudem Probleme mit den sogenannten Lolli-Tests auf, die in der Hansestadt zur Anwendung kamen. Dazu kommen psychische Probleme wie Depressionen und sogar erschreckende Studien zu einer gestiegenen Anzahl von Suiziden bei Kindern*, als Folgen von Lockdowns und Isolation.

Stadt:Freie und Hansestadt Hamburg
Anzahl Schulen:411
Davon Grundschulen:223
Schüler an allgemeinbildenden Schulen:200.677 Schülerinnen und Schüler (Schuljahr 2020/2021)

Doch jetzt kam heraus: Nur ein Drittel der mit dem Coronavirus infizierten Hamburger Schüler hat sich in der Schule selbst angesteckt. Das geht aus gestern veröffentlichten Zahlen des Robert-Koch-Institut (RKI) hervor.

RKI: „Größere schulische Ausbruchsgeschehen wurden nur selten beobachtet.“

In dem am Donnerstag veröffentlichten sogenannten „ Epidemiologischen Bulletin“ stellt das Institut die Auswertung von zwischen August 2020 und Oktober 2021 aufgetretenen Coronainfektionen an Hamburgs Schulen vor. Das berichtet der Norddeutsche Rundfunk. 7.165 Fälle haben sich die Wissenschaftler dafür genauer angesehen. In der Veröffentlichung schreiben sie abschließend: „Größere schulische Ausbruchsgeschehen wurden nur selten beobachtet. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Infektionen im Schulkontext vermutlich in geringerem Umfang vorkommen als außerhalb des Schulsettings“.

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Corona in Hamburg Schulen: Ältere Schüler häufiger betroffen

Corona und Schulen
Ein Mund-Nasen-Schutz liegt im Unterricht auf Unterlagen. © Matthias Balk/dpa/Symbolbild

Übertragungen, so heißt es weiter, hätten zwar im Beobachtungszeitraum im schulischen Kontext stattgefunden, doch könne allein dieser Umstand kein Anhaltspunkt von größeren Ausbrüchen sein. 656 Coronausbrüche an 276 Schulen sind für die Studie untersucht worden. Bei der Mehrheit der Fälle sei neben einem Erstausbruch, dem sogenannten Indexfall, nur ein, zwei weitere Fälle von den Schulen den Behörden gemeldet worden. Ein weiterer Hinweis darauf, dass sich der Großteil der Infizierten Schüler außerhalb der Schule angesteckt haben muss.

Mit dem Coronavirus, so ergab die Untersuchung, hätten sich zudem häufiger Schüler und Schülerinnen aus höheren Jahrgängen, als diejenigen, die untere Klassenstufen besuchen, angesteckt. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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