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Neue Baustelle auf A1 bei Hamburg: Noch mehr Stillstand und Stau

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Von: Tomasz Gralla

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Ab Montag kommt eine weitere Baustelle in Hamburg hinzu. Die ist zwar nur von kurzer Dauer, wird die Autofahrer in und um die Hansestadt aber dennoch ärgern.

Hamburg – Sie gehören einfach zusammen: Romeo und Julia, das mittlere Popcorn und der Kinobesuch, Durchfall und Toilettenpapier. Und genauso unangenehm wie Letzteres ist auch die Paarung Hamburg und Baustellen, die in ihrer Intensität wohl nicht nur den Autofahrern in der Hansestadt den Magen verdreht. Nun kommen weitere Bauarbeiten hinzu – auf der A1 bei Hamburg. Das Gute an der Sache: Die Baustelle und die damit zwangsläufig verbundenen Verkehrsbehinderungen und Staus sollen nur von kurzer Dauer sein.

Stadt:Hamburg
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)
Fläche:755,2 km²
Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Baustelle auf A1 bei Hamburg: Autobahn mehrere Tage teilweise gesperrt

Die Bagger werden ausgerollt und okkupieren einen Teil der A1 Richtung Bremen zwischen Billstedt und Moorfleet. Der Grund für den Einsatz sind Reparaturarbeiten am Tunnelbauwerk Moorfleet, wo es zu einem Leitungsschaden gekommen ist. Die Arbeiten sollen am Montag, 17. Januar 2022, um 19:00 Uhr beginnen und voraussichtlich bis Donnerstagnacht andauern. Sollte also alles nach Plan gehen, ist die Autobahn zum kommenden Wochenende wieder voll befahrbar.

Stau auf einer Autobahn bei Hamburg. Auf der A1 gibt es wieder Bauarbeiten, eine teilweise Sperrung ist für einige Tage geplant.
Die A1 bei Hamburg wird für einige Tage teilweise gesperrt. (Symbolbild) © Marcus Brandt/dpa

Doch bis dahin heißt es: Geduld mitbringen. Denn bis zum Ende der Reparaturen werden tagsüber zwischen 5:00 Uhr und 20:00 Uhr nur zwei der drei Fahrstreifen befahrbar sein. Nachts sogar nur ein Fahrstreifen. Autofahrer sollten sich auf Verkehrsbehinderungen und Staus einstellen. Genau das, was Hamburg jetzt braucht. Dabei ist die Hansestadt schon jetzt Spitzenreiter bei den Staustraßen in ganz Deutschland. Auch wenn eine Studie nahelegt, dass der Verkehr in Hamburg besser sei als sein Ruf.

Staus und Baustellen-Chaos in Hamburg nehmen kein Ende

Starke Nerven muss also nicht nur Hamburgs Vorzeige-Gangster-Rapper Gzuz bei seiner neu ausgerollten Gerichtsverhandlung beweisen, sondern auch Nutzer PS-starker Benzinkutschen. Und das nicht nur wegen der Kurzzeitbaustelle auf der A1. Denn Bauarbeiten gibt es in Hamburg mehr als Pickel im Gesicht eines pubertären 15-Jährigen. Allein die Monsterbaustelle, die für eine fünfjährige Vollsperrung bei Wellingsbütteler Weg und Wellingsbütteler Landstaße sorgt, bringt vor allem betroffene Bürger zur Weißglut.

Eine Entspannung ist noch lange nicht in Sicht, ganz im Gegenteil. Verkehrssenator Anjes Tjarks kündigte bereits an, dass das Baustellen-Chaos in Hamburg noch bis mindestens 2030 weitergehen wird. Immerhin plant die Stadt schon ab 2022 große Verkehrsprojekte, die das Verkehrschaos vergessen lassen sollen.

Hamburger Senat disst Autofahrer: „Wer im Stau steht, ist selber schuld“

Bei all dem Ärgernis auf den Straßen Hamburgs werden die Autofahrer seit Kurzem wieder verstärkt zur Kasse gebeten. Grund hierfür ist der neue Bußgeldkatalog, der es insbesondere auf Temposünder und Falschparker abgesehen hat. Da kommt die angekündigte Verkehrswende von Anjes Tjarks doch eigentlich ganz gelegen, würde bei dieser nicht Autoverbot mitschwingen.

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Dabei macht sich der Hamburger Senat seine Autofahrer sowie schon nicht zu Freunden, schon gar nicht nach der Aussage, dass wer im Stau stehe, selbst schuld sei. Klingt wie Wasser auf den Frustrationsmühlen der Hamburger Fahrer. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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