Sängerin wettert gegen Corona-Regeln

„Nena gefährdet uns alle“: Heinz Rudolf Kunze rechnet mit Sängerin ab

  • Annabel Schütt
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Nena wird für ihr Verhalten bei einem Konzert in Berlin kritisiert. Auch Heinz Rudolf Kunze findet, dass sie „unverantwortlich und blind“ gehandelt habe.

Sängerin Nena hat die Schnauze voll von Corona-Regeln! Bei einem Open-Air-Konzert in Berlin ließ sie es sich daher nicht nehmen, ihre Fans aufzufordern, die Hygienemaßnahmen zu missachten. „Holt euch eure Freiheit zurück. Es darf jeder frei entscheiden, genauso wie jeder frei entscheiden darf, ob er sich impfen lässt oder nicht“, posaunte sie ins Mirko ehe sie ihre Fans dazu animierte, ihre zugewiesenen Plätze zu verlassen und vor der Bühne gemeinsam zu tanzen. Das Konzert wurde daraufhin vor der Zugabe abgebrochen.

Bei einigen Corona-Leugnern und/oder Maßnahmenmüden mag die Aktion von Nena, der man sogar geistige Nähe zu Xavier Naidoo und Attila Hildmann attestierte vielleicht gut ankommen, doch Heinz Rudolf Kunze ist sich sicher: „Nena schadet uns allen. Durch ihr unverantwortliches und blindes Verhalten gefährdet sie nicht nur ihre eigenen Konzerte, sondern die Konzerte von uns allen.“

Popsängerin:Nena
Geboren:24. März 1960 (Alter 61 Jahre), Hagen
Partner:Philipp Palm
Kinder:Larissa Kerner, Christopher Daniel Kerner, Simeon Kerner, Samuel Kerner, Sakias Kerner

„Unverantwortliches und blindes Verhalten“: Heinz Rudolf Kunze rechnet mit Sängerin Nena ab

„Ich verurteile das aufs Allerschärfste“, so Kunze im Podcast „Bosbach & Rach – Die Wochentester“ des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Im Gegensatz zu Sängerin Nena, sei er nach eineinhalb Jahren Zwangs-Corona-Pause „einfach froh und dankbar, dass überhaupt wieder was geht“.

Heinz Rudolf Kunze glaubt, dass das Verhalten der Sängerin mit Wahl-Wohnsitz Hamburg „Veranstalter verunsichert und dazu bringt, vielleicht keine Veranstaltungen mehr durchzuführen, dann schadet sie nicht nur sich, sie schneidet nicht nur sich ins eigene Fleisch, sondern uns allen in unser Fleisch.“

Heinz Rudolf Kunze kritisiert Sängerin Nena, nachdem diese gegen Corona-Regeln wetterte. (24hamburg.de-Montage)

Nena blieb allerdings nicht die einzige Künstlerin, mit der Heinz Rudolf Kunze kurzen Prozess machte. Auch Helge Schneider bekam sein Fett weg, nachdem dieser eine Strandkorb-Tour abgebrochen hatte. „Es ist Helges Sache, wenn er mit den Umständen nicht zufrieden ist und sie ihm nicht behagen. Aber: Ich habe auch Autokino-Konzerte gespielt, ohne mich darüber zu mokieren, dass die Leute da hinter Blech sitzen. Ich freue mich, wenn die Scheinwerfer blinken und die Scheibenwischer sich bewegen.“ Man müsse eben „auch mal ein bisschen dankbar und demütig an die Sache rangehen“.

Konzerte abgesagt! Veranstalter distanzieren sich von den Aussagen und dem Auftreten der Sängerin Nena

Mit dieser Sicht steht der Sänger allerdings nicht alleine da. In der Vergangenheit hatten bereits zahlreiche Veranstalter Konzerte von Nena abgesagt, nachdem sie sich mit der „Querdenken“-Bewegung solidarisiert* und sich impfkritisch geäußert hatte. „Es sei bereits im Vorfeld vertraglich vereinbart“, „dass die Konzerte nicht als politische Bühne genutzt werden dürfen“, hieß es beispielsweise in einer Erklärung von Strandkorb Open Air. Und auch die ursprünglich geplanten Nena-Konzerte in Wetzlar und Bad Segeberg wurden nun abgesagt.

Doch auch wenn Kunze das Verhalten von Nena nicht nachvollziehen kann, geht auch an ihm die Corona-Krise und die fehlende Lobby für Kunst und Kultur nicht spurlos vorbei: „Bei Fußball und Kultur wird mit zweierlei Maß gemessen. Der DFB, die Uefa, die Fifa und wie alle diese mächtigen Organisationen heißen, haben offenbar andere Möglichkeiten der Druckausübung als wir armen Künstler.“ * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Tobias Hase/picture alliance/dpa & Future Image/IMAGO

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