Mit 193 Km/h durch die Innenstadt

Nach Unfall am Ballindamm – Raser kommt mit mildem Urteil davon

Ein Autowrack steht nach dem Unfall auf der Kreuzung am Ballindamm
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Über eine Stunde war Jürgen T. in seinem Auto eingeklemmt.
  • Elias Bartl
    VonElias Bartl
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Mit fast 200 Km/h raste der Mann im vergangenen Dezember durch die Hamburger Innenstadt und baute einen heftigen Crash an der Alster. Nun urteilte das Gericht.

Hamburg – Es waren schlimme Szenen, die sich im vergangenen Dezember am Ballindamm, in der Hamburger Innenstadt, abspielten. Ein schwarzer Audi raste mit fast 200 Km/h an der Alster entlang, fuhr in den Gegenverkehr und krachte auf der großen Kreuzung in einen Pkw.

Mit über 100 km/h in den Gegenverkehr – Heftiger Unfall an der Alster in Hamburger Innenstadt

Beide Insassen wurden bei dem Unfall schwer verletzt, ein riesiges Trümmerfeld erstreckte sich über die Kreuzung, sogar der Motorblock des Audis wurde herausgerissen. Der rasende Audi-Fahrer Jürgen T. war für mehr als 1 Stunde in seinem Auto eingeklemmt, bevor Rettungskräfte der Feuerwehr ihn befreien und versorgen konnten. Schwer verletzt kam er in eine Klinik.

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Der schwer verletzte Jürgen T. wird in den Rettungswagen gebracht.

Unfall erinnert an Taxi-Crash 2017 in Hamburg – Taxiraser zu Lebenslager Haft verurteilt

Aufgrund des hohen Tempos und der Brisanz des Unfalles ermittelte in dem Fall die Mordkommission der Hamburger Polizei gegen den Audi-Fahrer Jürgen T. Dieser Fall erinnert stark an einen tragischen Unfall im Jahre 2017, nur wenige Meter entfernt raste ein 25-jähriger Mann in einem gestohlenen Taxi in ein anderes Taxi auf dem Ballindamm. Ein junger Barkeeper starb damals. Der Unfallfahrer wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

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2017 ereignete sich ein ähnlicher Unfall auf dem Ballindamm. Der Unfallfahrer wurde zu Lebenslager Haft verurteilt. (Archivbild)

Urteil gegen psychisch kranken Unfallfahrer: Keine Haft für Jürgen T.

Doch nicht so im Fall von Jürgen T., das Gericht beurteilt den Mann als schuldunfähig. Zum Zeitpunkt des Unfalles soll sich Jürgen T. in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben. Er leidet an einer Bipolaren Störung.

Den Führerschein gab T. bereits freiwillig ab. Das Gericht urteilte nun, dass sich der Fahrer in eine ambulante psychiatrische Behandlung begeben muss, eine Haftstrafe bleibt aus. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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