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Nach tödlichem Unfall auf der A261: Polizei sucht Zeugen

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Von: Sebastian Peters

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Unfall auf der A261: Ein 56-jähriger LKW-Fahrer verstirbt, nachdem dieser scheinbar ein Stauende übersehen hatte. Die Polizei sucht jetzt Zeugen.

Hamburg – Bis morgens 6 Uhr war die A261 in Richtung Hamburg für den Straßenverkehr komplett gesperrt. In Richtung Süden war die Autobahn bereits gegen 4 Uhr wieder frei. Der tödliche Verkehrsunfall am Mittwoch, 27. April 2022, sorgte für einen stundenlangen Großeinsatz der Feuerwehren aus Niedersachsen und Hamburg.

Unfall A261: Aufräumarbeiten dauerten bis in den Morgen – Polizei sucht Zeugen

Gegen 12:40 Uhr ist ein in Litauen zugelassener Autotransporter, beladen mit Elektro-Neuwagen, scheinbar ungebremst in ein Stauende gefahren. Der 56-jährige Litauer verstarb sofort. Durch die enorme Aufprallenergie wurde der gerammte Lastwagen noch auf einen weiteren Lkw geschoben.

Tödlicher Unfall auf der A261 in Hamburg. Die Polizei betreut ein Hund
Der Hund wird aus dem Führerhaus gehoben und von einem Polizisten betreut. Der Hund wurde scheinbar nicht verletzt. © Sebastian Peters

Dabei wurde der bereits stehende LKW-Fahrer (33) sowie eine weitere LKW-Fahrerin (25) verletzt. Beide wurden nach einer medizinischen Behandlung vor Ort in umliegende Krankenhäuser gebracht. Ein Hund, der aus einem der beteiligten Lastwagen stammt, wurde von den Einsatzkräften der Polizei Hamburg betreut.

Durch den starken Heckaufprall auf den stehenden Sattelschlepper wurde die Ladung, Gefahrgut in fester und flüssiger Form, beschädigt. Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg haben zusammen mit Einsatzkräften aus Niedersachsen das austreten Gefahrgut abgestreut und die Ladung gesichert. Dies, und der Umstand, dass beide Fahrzeuge massiv verkeilt waren, hat für eine Sperrung der A261 bis in den nächsten Morgen geführt.

Unfall auf der A261
Der Lastwagen kracht scheinbar ungebremst in das Stauende. © Sebastian Peters

Spezialisten des Verkehrsunfalldienstes Süd (VD 4) der Polizei Hamburg haben mit einem 3D-Scanner die gesamte Unfallstelle abfotografiert. Ein Sachverständiger war vor Ort und sicherte Spuren mit einer Drohne. Zusätzlich wird der Fahrtenschreiber des Unfallversuchers jetzt ausgewertet. Weiterhin bitten die Polizei Hamburg mögliche Zeugen um Mithilfe. Wer Beobachtungen im Kontext des Unfalles gemacht hat, soll sich unter der Rufnummer 040/ 4286-54961 oder an jeder Dienststelle melden.

Nachdem die Sperrung auf der A261 aufgehoben wurde, krachte es wenige Stunden später auf der A1 zwischen der Anschlussstellen Harburg und dem Maschener Kreuz. Auch hier übersah ein Lastwagenfahrer vermutlich ein Stauende. Der LKW-Fahrer verstarb ebenfalls.

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