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Nach spektakulärem Einbruch in einer Bank: Spur führt zum Remmo-Clan

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Von: Elias Bartl

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Polizisten stellen einen Bohrkopf nach einem versuchten Einbruch in eine Hamburger Bank sicher
Polizisten tragen den schweren Bohrkopf aus dem Keller © Elias Bartl

Nach einem spektakulären Einbruchsversuch in eine Bank an der Hamburger Holstenstraße konnte jetzt ein Tatverdächtiger des Familienclans Remmo in Berlin verhaftet werden.

Hamburg – Es war ein spektakulärer Einbruchsversuch in die Filiale der Haspa an der Holstenstraße in Hamburg-Altona. Im Oktober 2020 versuchten sich Täter mit einem massiven Kernbohrer Zutritt zum Tresorraum der Bank zu verschaffen. Nur durch eine aufmerksame Reinigungskraft wurde der Einbruch bemerkt.

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Einbruchsversuch in Hamburg scheitert: Täter schlagen Monate später in Norderstedt zu

Die Tat war offenbar minutiös vorbereitet worden. So hatten die Täter unter anderem vorhandene Überwachungsanlagen manipuliert, um beim Eindringen in das Geldinstitut keinen Alarm auszulösen. Zur Kühlung des Bohrers wurden sogar Wasserleitungen von außen in die Bank gelegt.

Nach derzeitigem Kenntnisstand setzten die Täter ihren in Hamburg gescheiterten Plan dann einige Monate später in Norderstedt, nördlich der Hansestadt Hamburg, in die Tat um. Im August verschafften sich die hochprofessionellen Täter durch eine angemietete Wohnung über einer Bankfiliale mit ebenfalls mit einem Kernbohrer Zutritt zu den Schließfächern der Bank. 600 Fächer wurden durch die Täter geöffnet und entleert.

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Erste Festnahme im Kernbohrerfall von Altona: Tatverdächtiger gehört zum Remmo-Clan aus Berlin

Im Rahmen von umfangreichen Ermittlungen gelangte die Fahnder der Polizei auf die Spur eines Libanesen aus Berlin. Nach Informationen von 24hamburg.de soll der Mann dem großen Familienclan Remmo angehören. Mitte November wurde der Tatverdächtige von Einsatzkräften der Berliner Intensivfahndung in Berlin verhaftet.

Beweismittel nach einem Bankeinbruch liegen auf der Rückbank eines Streifenwagens in Hamburg.
Die Polizei konnte vor Ort diverse Beweismittel sicherstellen. © Elias Bartl

Da bei dem tatverdächtigen Fluchtgefahr besteht, erwirkte die zuständige Staatsanwaltschaft beim zuständigen Richter einen Haftbefehl, sodass der Tatverdächtige nun in Untersuchungshaft sitzt. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts in dieser Sache, insbesondere zu den weiteren Mittätern, dauern an. (EB) * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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