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Nach „Pimmelgate“: Senat steht geschlossen hinter Andy Grote

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Von: Johannes Nuß

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„Pimmelgate“ war auch am Dienstag Thema in der Senatssitzung in Hamburg. Das Gremium steht hinter Innensenator Andy Grote (SPD) und positioniert sich gegen Hate Speech.

Hamburg – Es kommt nicht oft vor, dass der Hamburger Innensenator internationale Schlagzeilen produziert. In dieser und der vergangenen Woche war es aber mal wieder so weit: Innensenator Andy Grote (SPD) und „Pimmelgate“* bestimmten die Schlagzeilen nicht nur in der lokalen und nationalen Presse. Selbst die altehrwürdige Washington Post, die sonst eher für andere investigative Berichte bekannt ist, sprang auf „Pimmelgate“ an und zog den Innensenator durch den Kakao.

Politiker:Andy Grote (SPD)
Geburtsdatum und -ort:14. Juni 1968 (Alter 53 Jahre), Dissen am Teutoburger Wald
Aktueller Posten:Hamburger Innensenator

Am Dienstag, 14. September 2021, bekam der Hamburger Innensenator nun Schützenhilfe aus dem Senat. Der stellte sich geschlossen hinter Andy Grote, wie das Hamburger Abendblatt berichtet. In dem Gremium herrscht einvernehmen darüber, dass Grote mit der Anzeige als Privatmann völlig richtig gehandelt habe. Senatsprecher Marcel Schweitzer sagte zum „Pimmelgate“: „Das Wort klingt niedlich, aber das Thema ist ein sehr gravierendes.“

Senat steht geschlossen hinter Andy Grote: Anzeige erstatten bei Beleidigungen über Social Media

Schweitzer sagte weiter, dass niemand es hinnehmen müsse, sich öffentlich beleidigen zu lassen: „Hate Speech bekämpft man nicht, indem man wegschaut. Und deshalb ermutigt der Senat alle Bürgerinnen und Bürger, die sich insbesondere in den sozialen Netzwerken beleidigt sehen, Anzeige zu erstatten.“

Andy Grote am Mikrofon.
Der Hamburger Innensenator, Andy Grote, bekommt im „Pimmelgate“ Rückendeckung von seinen Kollegen im Hamburger Senat. (Archivbild) ©  Daniel Reinhardt/dpa

Weiter äußerte Schweitzer die Sorge, dass es passieren könne, dass sich vor allen Dingen auch jüngere Menschen nach „Pimmelgate“ nicht mehr trauen würden, eine Anzeige zu erstatten. Er verwies in diesem Zusammenhang auf den Shitstorm, der sich in den vergangenen Tagen über Innensenator Grote ergossen hatte.

Zum Hintergrund der Geschichte: Im Mai dieses Jahres hatte der Wirt einer linken Szenekneipe in der Schanze Innensenator Andy Grote via Twitter als „Pimmel“ bezeichnet. Daraufhin stürmte in der vergangenen Woche eine Polizeimannschaft die Wohnung des Mannes und stelle alles auf den Kopf. * 24hamburg.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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