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Nach brutalem Überfall: Polizei nimmt mutmaßlichen Sexualstraftäter fest

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Von: Steffen Maas

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Ein Streifenwagen der Polizei ist in der dunklen Nacht mit Blaulicht in der Stadt unterwegs.
Beamte in einem Streifenwagen konnten den flüchtigen Täter später auf einem Dachboden festnehmen. (Symbolbild) © Rico Thumser/IMAGO

Einsatzkräfte haben in Barmbek-Süd einen mutmaßlichen Sexualstraftäter festgenommen. Er war zuvor in die Wohnung einer 74-Jährigen eingedrungen. Nachbarn eilten zur Hilfe.

Hamburg – Einsatzkräfte der Polizei Hamburg haben am Donnerstagabend in Hamburg einen mutmaßlichen Sexualstraftäter festgenommen. Er soll zuvor in einem Mehrfamilienhaus in Barmbek-Süd an der Tür einer 74-jährigen Frau geklingelt und in ihre Wohnung eingedrungen sein, wo er das Opfer attackierte und versuchte, sexuelle Handlungen an ihr vorzunehmen. Nachbarn kamen der 74-Jährigen zur Hilfe, bevor die Einsatzkräfte den kurze Zeit flüchtigen Mann festnehmen konnten.

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Mutmaßlicher Sexualstraftäter in Barmbek-Süd: Geschädigte mit schweren Kopfverletzungen

Die Geschädigte erlitt bei dem Überfall unter anderem schwere Kopfverletzungen, heißt es in einer Mitteilung der Polizei Hamburg. Sie wurde zur stationären Behandlung unter Notarztbegleitung in ein Krankenhaus transportiert. Der 28-jährige mutmaßliche Täter hatte nach dem Eindringen in ihre Wohnung „erheblich“ auf sie eingeschlagen. Lebensgefahr bestehe laut Polizeisprecher aber nicht.

Schlimmeres wurde wohl auch dadurch verhindert, dass couragierte Nachbarn der Frau aufgrund ihrer Hilfeschreie zur Hilfe eilten und eingriffen. Nachdem der Angreifer von der 74-Jährigen abgelassen hatte, setzte einer der Nachbarn noch Reizgas gegen ihn ein, ehe er flüchtete.

Widerstand und Festnahme auf dem Dachboden – Ermittlungen deuten auf Wiederholungstat hin

Möglicherweise behinderte der Reizgas-Einsatz den Angreifer so sehr, dass er sich für eine unkreative Flucht entschied: Eine alarmierte Funkstreifenwagenbesatzung konnte den 28-Jährigen nämlich kurze Zeit später auf dem Dachboden des Hauses, in dem die Tat stattfand, antreffen und unter erheblichem Widerstand festnehmen. Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg mussten beim Abtransport des mutmaßlichen Täters Unterstützung leisten.

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Aufgrund des dringenden Tatverdachtes erging gegen den 28-Jährigen noch am Freitagnachmittag ein Haftbefehl des Haftrichters. Nach ersten Ermittlungen der Fachdienststelle für Sexualdelikte der Polizei Hamburg könnte der syrische Staatsbürger zudem nicht zum ersten Mal auffällig geworden sein: Laut Polizeimeldung gebe es gegen ihn einen plausiblen Tatverdacht in Bezug auf eine Sexualstraftat vom Neujahrstag. Im Stadtteil Neuland war es zu einem ebenfalls gewaltsamen, in diesem Fall vollendeten Sexualdelikt gekommen, bei der eine 20-Jährige attackiert wurde. Die weiteren Ermittlungen gegen den Mann dauern an.

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