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Nach BER: Wie schützt sich der Flughafen Hamburg vor den Klima-Klebern?

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Von: Sebastian Peters

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Nach Prostest auf dem Flughafen BER stellt sich die Frage, ob so eine Aktion auch in Hamburg möglich ist. 24hamburg.de sprach mit Flughafen und Bundespolizei.

Hamburg – Nach der Protestaktion der letzten Generation auf dem Flughafen BER, steigt die Befürchtung, dass auch der Flughafen Hamburg bald Ziel der Klima-Kleber sein könnte. Zwar rückte Hamburg, bis auf eine Blockade-Aktion am Freitag, 25. November 2022, und dem Protest in der Elbphilharmonie, noch nicht in den Fokus der Klimaaktivisten, allerdings könnte es jeden Tag so weit sein.

Klima-Protest am Flughafen Hamburg: „Flughäfen gelten als wichtige Infrastruktur“

24hamburg.de hat beim Flughafen Hamburg nachgefragt, wie sich der Flughafen vor solchen Protesten schützen möchte. Flughafensprecherin, Janet Niemeyer: „Flughäfen gelten als wichtige Infrastruktur, bei denen Sicherheit oberste Priorität hat. Entsprechend gibt es verschiedenste Ablauf- und Notfallpläne, die im Bedarfsfall in enger Zusammenarbeit mit der jeweils zuständigen Landespolizei, Bundespolizei und/oder anderen Behörden umgesetzt werden.“

Klebe-Proteste auch am Flughafen Hamburg
Klebe-Proteste auch am Flughafen Hamburg © Bodo Marks/dpa

Auch die Bundespolizei, deren Einsatzgebiet der Flughafen Hamburg ist, hat sich gegenüber 24hamburg.de zur Sicherheitslage am Flughafen geäußert. „Nicht erst seit den Protestaktionen an deutschen Flughäfen zu Beginn des Jahres 2022 reagiert die Bundespolizei sensibel auf die derzeitige Situation. Aus taktischen Gründen können zu den getroffenen Sicherheitsvorkehrungen jedoch keine konkreten Angaben gemacht werden. Die schwerpunktmäßige Bestreifung kritischer Bereiche und die flexible Anpassung der Streifenkonzepte seien an dieser Stelle jedoch exemplarisch erwähnt“, so Marcus Henschel von der Bundespolizei am Flughafen Hamburg.

Klima-Protest am Flughafen Hamburg – Bundespolizei kündigt Konsequenzen an

Marcus Henschel weiter: „Die Sicherheit des Luftverkehrs darf durch Protestaktionen zu keiner Zeit gefährdet werden. Die Bundespolizei stellt dies auch weiterhin durch entsprechende Gefahrenabwehrmaßnahmen sicher.“ Ebenfalls kündigt der Bundespolizist an, dass Straftaten wie die Gefährdung des Luftverkehrs oder die Sachbeschädigung von Zäunen konsequent verfolgt werden. Auch die Kosten des Polizeieinsatzes könnten den Klima-Klebern in Rechnung gestellt werden.

Klima-Kleber an Deutschen Flughäfen: „Können ernsthafte Schäden verursachen“

Viel kritischer sei allerdings, dass solche Protestaktionen auf Start- und Landebahnen oder auch nur im unmittelbaren Bereich dessen zu gefährlichen Situationen führen könnte. „Neben möglichen straf- und zivilrechtlichen Konsequenzen können derartige Aktionen sowohl für die Protest-Teilnehmenden als auch für den Luftverkehr generell ernsthafte Schäden verursachen“, so Marcus Henschel von der Bundespolizei am Flughafen Hamburg.

Nun bleibt zu hoffen, dass die Klima-Kämpfer in Zukunft davon absehen, solch ein enormes Risiko einzugehen und unerlaubt das Gelände von deutschen Flughäfen betreten werden.

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