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Nach Attacke auf Hamburger Polizisten: „Muss als versuchter Mord behandelt werden“

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Von: Elias Bartl

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Am Museum für Kunst und Gewerbe kam es am Abend zu der Attacke auf den Polizisten.
Am Museum für Kunst und Gewerbe kam es am Abend zu der Attacke auf den Polizisten. © Elias Bartl

Während einer Festnahme attackierte ein 16-jähriger einen Polizisten von hinten und setzte ihm eine Stichverletzung am Hals zu. Polizeigewerkschaft zeigt sich empört.

Hamburg – Vor dem Museum für Kunst und Gewerbe am Hamburger Hauptbahnhof wurde am Dienstagabend, 22. Februar 2022, gegen 18:00 Uhr ein Polizist der zivilen Drogenfahnder niedergestochen. Während der Festnahme eines 24-Jährigen, wurde der 26-jährige Polizist von einem weiteren Mann aus dieser Personengruppe von hinten angegriffen und mit einem bislang unbekannten Gegenstand getroffen. Anschließend flüchtete der Angreifer, bei dem es sich um den 16-jährigen Libyer handelt. Er konnte jedoch nach wenigen Metern von hinzugezogenen Beamten gestellt und vorläufig festgenommen werden.

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16-Jähriger rammt Polizisten Gegenstand in die Schulter: Polizist erleidet Stichverletzung

Der Zivilfahnder hatte bei dem Angriff eine Stichverletzung im Schulterbereich, nur wenige Zentimeter entfernt vom Hals erlitten, die von einer Rettungswagenbesatzung und einem Notarzt erstversorgt wurde. Der Fahnder wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Noch vor Ort nahmen Ermittler der Kriminalpolizei ihre Arbeit auf und sicherten Spuren. Gegen den 16-Jährigen wird nun lediglich wegen gefährlicher Körperverletzung und nicht wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt.

Deutsche Polizeigewerkschaft äußert sich: „Ich verurteile die Tat aufs Schärfste“

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Thomas Jungfer, Landesvorsitzender, der Deutschen Polizeigewerkschaft dazu: „Ich verurteile die Tat aufs Schärfste und wünsche meinem Kollegen gute Besserung. Die Tat muss als versuchter Mord behandelt werden. Denn wer von hinten einem Polizisten ein Messer in die Schulter rammt, handelt schon heimtückisch und hinterhältig und gehört mit der vollen Strafe des Gesetzes verurteilt.“

Der 16-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem Untersuchungsgefängnis Hamburg zugeführt. Die Entscheidung zum Erlass eines Haftbefehls durch einen Haftrichter steht noch aus, so die Polizei Hamburg in einer Pressemitteilung. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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