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Nach Anstieg von Gas- und Strompreis: Auch Wasser in Hamburg wird teurer

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Von: Steffen Maas

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Die Hamburger Wasserwerke erhöhen zum 1. Januar 2023 den Wasserpreis – allerdings nur leicht. Damit sollen rund zehn Millionen Euro Mehrkosten abgefangen werden.

Hamburg – Hamburger Verbraucher müssen sich im kommenden Jahr auf leicht erhöhte Wasserpreise einstellen. Wie der Hamburgr Senat mitteilt, reagiert das städtische Tochterunternehmen der Hamburger Wasserwerke damit auf gestiegene Beschaffungs-, Personal- und Instandhaltungskosten – mit mehr als zehn Millionen Euro Mehraufwand rechnen die Wasserwerke für 2023 im Vergleich zum aktuellen Jahr.

Die gute Nachricht für die Kunden in Hamburg: Für den Durchschnittshaushalt bedeutet dies ab dem 1. Januar 2023 „nur“eine Preisanpassung von insgesamt rund 2,9 Prozent – oder 45 Cent pro Monat.

Organisation:Hamburg Wasser
Art:städtisches Unternehmen
Aufgaben:Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung
Anzahl Mitarbeiter:2258

Hamburger Senat sieht Erhöhung des Preises als „erforderlich“ an

Aufs Jahr gemünzt, so rechnet es der Hamburger Senat in seiner Mitteilung vor, würde das für den Durchschnittshaushalt eine Preisanpassung um 5,50 Euro bedeuten. „Die dargestellte Mehrbelastung der Kundinnen und Kunden der HWW wird als moderat eingeschätzt“, heißt es dort weiter. Ebenso sei die Anhebung des Wasserpreises mehr oder weniger alternativlos: Der Senat sieht sie „vor dem Hintergrund der verschärften Kostensituation als erforderlich an.“

Beabsichtigte Preisanpassungen:

Damit liegt die Hansestadt Hamburg im deutschlandweiten Vergleich immer noch weit unter dem Durchschnittspreis für Wasser. Von den 15 größten Städten Deutschlands sind mit Berlin, Köln, München und Frankfurt nur vier Städte günstiger bei den haushaltsbezogenen Trinkwasserkosten.

Wasser in Hamburg: Klimawandel – kommt in Zukunft ein gestaffelter Preis?

Damit ist das große Thema Trinkwasserversorgung aber nicht abgeschlossen. Im Senat laufen dazu weitere, vor allem langfristige Überlegungen, wie eine Anfrage der CDU-Fraktion unterstrich. Zusammen mit Hamburg Wasser – zu denen auch die Hamburger Wasserwerke gehören – erarbeiten die Behörden eine „Trinkwasser-Agenda 2030/50“. Wichtigster Punkt: verschiedene Maßnahmen „zur Verringerung des Trinkwasserverbrauchs“, um angesichts prognostizierter Klimaveränderungen sparsam mit der Ressource Wasser umzugehen.

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Die Hamburger Wasserwerke erhöhen zum 1. Januar 2023 die Preise. Ein Durchschnittshaushalt zahlt laut Berechnungen aber nur 5,50 Euro mehr im Jahr. (24hamburg.de-Montage) © Philipp von Ditfurth/dpa & Swen Pförtner/dpa

Der CDU-Abgeordnete Sandro Kappe bringt im Rahmen seiner Anfrage dafür etwa einen gestaffelten Wasserpreis ins Spiel, bei dem ab einer gewissen Verbrauchsmenge ein höherer Preis anfällt. Der Senat bestätigt, dass das grundsätzlich eine Möglichkeit wäre – allerdings durch den damit verbundenen Mehraufwand für Hamburg Wasser möglicherweise praktisch nicht durchführbar. Eine Prüfung dahingehend laufe aber, bestätigt der Senat.

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