Anwohner rufen Polizei

Mysteriöser Knall im Hamburger Hafen

Der Kleine Grasbrook am Hamburger Hafen von oben.
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Knallgeräusche erschüttern das Gebiet um den Kleinen Grasbrook am Hamburger Hafen. (24hamburg.de)
  • Fabian Raddatz
    vonFabian Raddatz
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Ein lauter Knall reißt Anwohner nachts aus dem Schlaf. Offenbar kein Einzelfall: Im Hamburger Hafen rummst es. Das sagt die Polizei.

Hamburg-Mitte – Immer wieder: Rumms! Ein lauter Knall scheppert durch die Nacht. Anwohner wählen verängstigt den Polizei-Notruf. Ein Sprecher bestätigt gegenüber 24hamburg.de: „Es gab zahlreiche Anrufe.“ Das Problem bestehe aber nicht nur nachts, auch tagsüber schallen Explosions-Geräusche durch den Hamburger Hafen. Es scheint vom alten Überseezentrum zu kommen.

Doch es sind nicht etwa Jugendliche mit Knallkörpern oder Gasleitungen, die detonieren. Die Hamburger Polizei klärt auf: „Es handelt sich um ein sogenanntes Knallschreckgerät.“ Dieses solle Vögel davon abhalten, rund um das Baugelände des Überseezentrums zu nisten. Dort, am Überseequartie auf dem Grasbrook, soll in vier Jahren der Bau eines neuen Stadtteils starten.

Doch solange soll es nun nicht knallen: Polizei und Feuerwehr machten kurzen Prozess – sie drehten dem Schussgerät am Samstagnachmittag, 3. April 2021, zwangsmäßig den Saft ab. Aufgestellt hat es die Betreiberfirma HafenCity GmbH. Wie 24hamburg.de erfuhr, wolle man dort nun prüfen, wie sich die Vögel auch ohne Lärmbelästigung verschrecken lassen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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