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Moia wird teurer, woran es liegt

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Von: Kevin Goonewardena

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Das Moia-Fahrangebot von Volkswagen wird monatlich von rund 150.000 Hamburgern genutzt. Die wundern sich nun über gestiegene Preise. Woran der Anstieg liegt, bleibt unklar.

Hamburg – Begleitet von einer umfangreichen Werbekampagne und großem Tamtam ging im April 2019 Moia, das Ridepooling-Angebot des Volkswagen Konzerns, in Hamburg an den Start. Das Konzept: Mehrere Fahrgäste deren Ziele in ähnlicher Richtung liegen, teilen sich eines der kupfer-schwarzen Sammeltaxen. Der Fahrer steuert durch die Gäste festgelegte Punkte an, an denen der Ein- und Ausstieg, ähnlich wie an Haltestellen, möglich ist. Das Angebot war nicht nur konzeptuell, sondern auch preislich irgendwo zwischen ÖPNV, Taxi und Carsharing-Dienst angelehnt. Doch eben jene Preise stiegen in den letzten Wochen teils immens, wie das Hamburger Abendblatt berichtet. Woran liegt das?

Name:Moia
Branche:Personenbeförderung
Mutterkonzern:Volkswagen
Gegründet:2016
Anzahl Mitarbeitende:rund 1300

Moia: Preise steigen – Unternehmen widerspricht

Leser und Leserinnen der Zeitung die den Dienst regelmäßig nutzen sind durch teils subjektive Empfindungen, teils Vergleichen zu dem Schluss gekommen, dass das Unternehmen die Preise erhöht habe. So hat ein Leser der Zeitung beispielsweise ermittelt, dass eine Fahrt für eine Person von Niendorf nach Schnelsen am 19. Dezember 6,95 Euro gekostet hat, dieser Tage wären dann 12,70 Euro gewesen. Das sind 80 Prozent mehr. Moia dementierte eine Erhöhung der Preise. Eine Sprecherin sagte gegenüber der Zeitung: „Wir haben keine Anpassungen beim durchschnittlichen Preislevel durchgeführt.“ Unterschiedliche Preise für die gleiche Fahrt erklärt die Sprecherin wie folgt

Ein Moia Taxi ist auf den Straßen unterwegs
Die Sammeltaxen der VW-Tochter Moia sind emissionsfrei unterwegs - und schreiben rote Zahlen. Nun wurden Preisanstiege von den Kunden in Hamburg festgestellt. Worauf diese zurück zu führen sind, bleibt unklar. © Christian Charisius/dpa

„Seit Start des Services arbeitet Moia mit einem dynamischen Preissystem. Die Berechnung des Preises ist komplex und richtet sich nach verschiedenen Parametern wie der Entfernung sowie nach dem Wochentag und der Uhrzeit. der Fahrpreis kann in Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage variieren, das heißt die Fahrpreise in nachfrageschwächeren und nachfragestarken Zeiten können unter Berücksichtigung der verschiedenen Parameter unterschiedlich ausfallen.“ Dass die Preise an den Stoßzeiten variieren, bestätigen auch Abendblatt-Leser.

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Auch Motorroller Sharingdienst Felyx setzt auf dynamisches Preissystem

Ein dynamisches Preismodell, dass auf unter anderem die Nachfrage reagiert, der niederländische Sharing-Anbieter für Motorroller, Felyx an. Doch weswegen die Preise bei Moia nun tatsächlich steigen, bleibt unklar. Erklärungen für den Preisanstieg zu finden, ist für die Kunden unmöglich: Der Betreiber gibt weder an wie stark der jeweils günstigste und höchste Preis einer fahrt voneinander abweichen können, noch macht er Angaben zum Grundpreis einer Fahrt. Geld jedenfalls, so das Abendblatt, könne Moia gut gebrauchen. Das Unternehmen schreibe rote Zahlen, VW zahle drauf. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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