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Moia will in Hamburg wachsen – Kosten steigen deutlich

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Von: Johannes Nuß

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Fahrzeuge des Mobilitätsdienstleisters Moia stehen bei einem Pressetermin in der Hafencity.
Die Preise für Fahrten mit Moia werden steigen, wie hoch ist aber noch nicht klar. (Archivbild) © Christian Charisius/dpa

Weil „Moia“ in Hamburg weiter wächst, werden die Kosten für Fahrten mit „Moia“ ab 2023 deutlich teurer. Ursache ist auch die Energiekrise.

Hamburg – Der Ridingpool-Anbeiter „Moia“ wird im kommenden Jahr die Fahrpreise in Hamburg erhöhen. Das berichtet das Hamburger Abendblatt in seiner Online-Ausgabe. Wie hoch die Kosten für Fahrten mit „Moia“ steigen werden, steht allerdings noch nicht fest, heißt es. Zuvor hatte bereits der HVV angekündigt, die Ticketpreise für Einzelfahrten um rund 3,2 Prozent im kommenden Jahr erhöhen zu wollen, auch das Taxifahren ist inzwischen in der Elbmetropole deutlich teurer geworden, als dies noch vor Jahresfrist der Fall war. Bereits zu Beginn des Jahres hatte „Moia“ die Preise schon einmal erhöht.

„Moia“ will weiter wachsen: Kosten für Fahrten werden steigen – Ursache unter anderem die Energiekrise

 „Wir müssen leider davon ausgehen, dass es auch bei uns Preissteigerungen geben wird“, zitiert das Abendblatt „Moia“-Chef Sascha Meyer am Samstagmorgen. Ein Grund für die Erhöhung der Kosten bei „Moia“ dürfte in der Energiekrise zu suchen sein. War das Tochter-Unternehmen von Volkswagen bisher durch langfristige Verträge an Stromlieferanten – bei sämtlichen Fahrzeugen der Flotte handelt es sich um E-Autos – gebunden, so laufen diese in absehbarer Zeit aus. Wenn das passiert, muss das Unternehmen den Strom anderweitig ordern, was bedeutet, dass die Preise für Fahrten mit „Moia“ steigen werden.

Ein weiterer Punkt dafür, dass die Preise für Fahrten mit „Moia“ steigen werden, ist, dass man nun – nach dem Ende fast aller Corona-Maßnahmen – endlich den Sprung über die Elbe ins südliche Stadtgebiet von Hamburg schaffen will, womit sich „Moia“ wesentlich vergrößert. Dann steht der Service nicht mehr „nur“ 1,1 Millionen Hamburgern zur Verfügung, sondern rund 1,3 Millionen Menschen. Wie es in dem Bericht des Abendblatts heißt, war eben das der Wunsch von Politik und Verwaltung, nachdem das Unternehmen unlängst seine Konzession bis ins Jahr 2025 erhalten hatte.

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Und auch anderweitig musste „Moia“ jüngst einen herben Rückschlag einstecken. Eigentlich war es geplant, ab dem Jahr 2025 den beliebten Service von „Moia“ dann mit autonom fahrenden Fahrzeugen anzubieten. Aufgrund der wirtschaftlichen Zahlen der Muttergesellschaft von „Moia“ – VW hatte im dritten Quartal 2022 mit heftigen Gewinneinbrüchen zu kämpfen – musste das Projekt Ende Oktober vorerst auf Eis gelegt werden. Eigentlich sollte das Projekt durch die Beteiligung an einer Softwarefirma an den Start gehen. Doch diese Beteiligung musste aufgrund der miesen wirtschaftlichen Zahlen beendet werden. An dem ursprünglichen Ziel 2025 will man aber weiter festhalten.

Preise für Fahrten mit „Moia“ werden steigen: Hochbahn kündigt Konkurrenzprodukt ab 2024 an

Das Aus für die Software-Beteiligung Argo, bei der Volkswagen zusammen mit Ford eine Software für das autonome Fahren entwickeln lassen wollte, fällt mit Abschreibungen von 1,9 Milliarden Euro ins Gewicht. Für die bisher mit Argo geplanten Robotertaxis, die nach wie vor über die Mobilitätstochter „Moia“ in Hamburg 2025 an den Start gehen sollen, will VW in Kürze einen neuen Partner präsentieren. Auch wenn VW-Konzernchef Oliver Blume den Schritt als Fokussierung der Softwareambitionen darstellte, zeigt das Ende für Argo doch auch, welche schwierigen Aufgaben auf den neuen VW-Chef in Sachen Auto-Software warten. Zuletzt hatte VW auch in der konzerneigenen Softwaresparte Cariad mit Problemen zu kämpfen.

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Darüber hinaus kündigt sich Konkurrenz für „Moia“ in Hamburg an. Wie das Abendblatt berichtet, will die Hochbahn in Kooperation mit einem Spezialunternehmen für autonom fahrende Busse, „Holon“, eine weitreichende Kooperation an der Elbe eingehen. Wie es heißt, will man in naher Zukunft das Angebot entwickeln und ausprobieren, bevor es im Jahr 2024 an den Start gehen könnte. Auch das könnte ein weiterer Punkt sein, warum die Preise für Fahrten mit „Moia“ steigen werden. (mit Material der dpa)

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