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„Hier soll sich jeder wohlfühlen“: Kult-Café in Eppendorf wieder geöffnet

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Von: Dagmar Schlenz

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Das ehemalige Geschwister-Café in der Hamburger Tarpenbekstraße hat neue Besitzer – und einen neuen Namen. Im „Möwenblick“ setzt man auf frische, regionale Küche.

Hamburg – Die selbst gebackenen Franzbrötchen sehen verlockend aus, es duftet nach Kaffee. Hinter dem Tresen strahlen Sviatalana Zabela und ihr Ehemann, die das ehemalige Geschwister-Café in Hamburg vor einem Monat übernommen haben. Nur ein paar kleine Veränderungen hat das Paar seitdem vorgenommen – einige Wände sind jetzt petrolgrün, an den Decken hängen andere Lampen. Frisch renoviert hat das „Möwenblick“ am 24. April 2023 seine Türen wieder geöffnet.

Name:Möwenblick Café und Restaurant
Adresse:Tarpenbekstraße 51
Öffnungszeiten:Mo - So 9:00 bis 17:00 Uhr, ab 1. Mai bis 21:00 Uhr
Inhaber:Ehepaar Zabela

Café und Restaurant „Möwenblick“ in Eppendorf: Ein Ort der Begegnung

Im Café und Restaurant „Möwenblick“ gibt es täglich bis 14:00 Uhr Frühstück. Neben Franzbrötchen finden Gäste verschiedene Frühstücke, Pfannkuchen, Waffeln, Bananenbrot und Panini auf der Karte. Fast alles selbst gemacht – nur Brot und Brötchen werden von einem Bäcker zugekauft, erzählt Betreiberin Sviatalana Zabela im Gespräch mit 24hamburg.de. Gesund und nachhaltig sollen die Zutaten sein, nach Möglichkeit aus der Region.

Im „Möwenblick“ in der Tarpenbekstraße sind alle willkommen, Jung und Alt, Paare, Familien und natürlich auch Hunde. Gut für Herrchen und Frauchen, die in der Hansestadt immer zahlreicher werden – gerade hat Hamburg bei der Anzahl der Vierbeiner die 100.000er-Marke geknackt. Das neue Café soll ein Ort der Begegnung werden, hier sollen sich die Gäste wohlfühlen und sich unterhalten. Deswegen gibt es in dem Lokal auch weder einen Fernseher noch WLAN. Dafür jede Menge Platz, auch für Kinderwagen und Rollstühle.

Ein Café in einem roten Backsteinhaus, davor Gartentische und Stühle. Das ehemalige Geschwister-Café in Hamburg-Eppendorf heißt jetzt „Möwenblick“.
Neuer Name, neue Besitzer: Das ehemalige Geschwister-Café in Hamburg-Eppendorf heißt jetzt „Möwenblick“. © Dagmar Schlenz

Café und Restaurant „Möwenblick“ in Eppendorf: Abends Pizza, Quiche und Flammkuchen

Noch warten die Zabelas auf ihren Pizzaofen, aber spätestens ab dem 1. Mai 2023 ist auch eine Abendkarte geplant. Dann wird das „Möwenblick“ bis 21:00 Uhr öffnen – momentan ist um 17:00 Uhr Schluss. „Die Gäste können nach Feierabend oder am Wochenende herkommen, etwas trinken und dazu zum Beispiel unsere selbst gemachten Quiches und Flammkuchen oder eine Pizza frisch aus dem Ofen essen“, schwärmt die neue Gastgeberin.

Viele der Zutaten möchte sie von regionalen Bauern beziehen – für ihre Spargel-Gerichte hat sie zum Beispiel einen Lieferanten aus Niedersachsen gefunden. Auch besondere Events sind im „Möwenblick“ im Hamburger Stadtteil Eppendorf geplant. Die Mutter von zwei Kindern kann sich gut vorstellen, in ihrem Lokal zum Beispiel Kindergeburtstage oder andere Familienfeste auszurichten.

Im Vordergrund ein Teller mit Franzbrötchen, im Hintergrund Regale mit Tassen, Kaffee und Flaschen. Im „Möwenblick“ in Hamburg-Eppendorf wird fast alles selbst gemacht.
Von Franzbrötchen bis Pizza: Im „Möwenblick“ in Hamburg-Eppendorf wird fast alles selbst gemacht. © Dagmar Schlenz

„Großes Glück“: Neue Besitzer für Geschwister-Café über Ebay gefunden

Bis vor kurzem befand sich in den Räumlichkeiten des „Möwenblick“ in der Tarbenbekstraße/Ecke Geschwister-Scholl-Straße noch das beliebte Geschwister-Café. Sechs Jahre lang haben die Schwestern Katrin und Caro ihren Laden mit viel Herzblut betrieben. Dann war die Sehnsucht der beiden nach ihrer Heimatstadt im Münsterland zu groß. Sie suchten nach Nachfolgern für ihr Café in Eppendorf – unter anderem über Ebay-Kleinanzeigen. So mancher springt zwar bei Ebay kurzfristig mit einer dubiosen Ausrede wieder ab, doch in diesem Fall waren die Geschwister erfolgreich.

Denn das Ehepaar Zabela entdeckte die Anzeige und war sofort Feuer und Flamme. „Ich kannte das Geschwister-Café schon lange“, erzählt Sviatalana Zabela im Gespräch mit 24hamburg.de. „Auf dem Weg zur Arbeit bin ich oft hier vorbeigekommen, immer war die Terrasse voll und es sah sehr einladend aus.“ Frau Zabela hat selbst Erfahrung als Service-Kraft, ihr Mann war Betriebsleiter in verschiedenen Hamburger Restaurants. Beide träumten schon lange von einem eigenen Laden. Jetzt freuen sie sich, dass ihr Traum in Erfüllung gegangen ist und sie so ein „großes Glück im Leben“ haben.

Wie das Café „Möwenblick“ zu seinem Namen kam

Beim Namen „Möwenblick“ denken viele an ein Café am Wasser – am Meer, an der Elbe oder auch an der Alster. Doch in der Hamburger Tarpenbekstraße wird man die gefiederten Küstenbewohner, die auch gerne mal als dreiste Fischbrötchen-Diebe in Erscheinung treten, wohl eher selten zu Gesicht bekommen. Warum also „Möwenblick“?

„Die Lage von unserem Café ist einfach toll, man hat alles im Blick“, erklärt Frau Zabela mit leuchtenden Augen. „Es gibt etwas zu essen und etwas zu gucken. Die Gäste können hier viel beobachten – draußen an den Tischen und auch hier drinnen durch die großen Fenster. Deswegen kamen wir auf den Namen ‚Möwenblick‘ – weil die Möwen auch immer alles im Blick haben.“ Jetzt hoffen die neuen Betreiber darauf, dass viele alte und neue Gäste ihr Café mit dem interessanten Ausblick besuchen.

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